Archiv der Kategorie 'neulich im Kotzkübel der Linken'

bestandsaufnahme


homophobie, vernichtungsphantasien, sexismus, vergewaltigungsphantasien – wenn deutsche rappen klingt das so:

„fick erst ihre Mädchen durch – ist das nicht verwegen?
fick dann ihre Jungs durch – Warte – ist das nicht ein und dasselbe bei denen? Eben“

„Lass den Davidstern brennen“
„weniger wert als Theodor Herzl es war“

ekelhafte denunzianten

Daß (Links)deutsche, wenn ihnen die Argumente fehlen nicht genehmer Kritik gerne mit Denunziation begegnen wollen ist nichts neues. Wenn dadurch mal wieder ein Blog verschwindet, auf dem doch ab und an ein paar ganz vernünftige Sachen standen, deshalb im Nirvana abtaucht, dann ist das bedauerlich.

Solidarität mit den Betroffenen!

Bei diesem Denunziantenpack kann man nur hoffen, daß die schon während der Auseinandersetzungen ins Aus geschossen werden, um das nachher nicht selbst erledigen zu müssen, um eine vernünftigere Einrichtung des Ganzen überhaupt möglich zu machen.

wir haben es schon immer gewußt

Antikommunistische Misanthropen, die erfreut es natürlich, wenn jemandem das Geld als Lebensmittel ausgeht. Die gefährlichen Protestantengirls fordern: soll er doch arbeiten der Depp – ist schließlich jeder selber schuld, wenn er es hier zu nichts bringt. Apologethen der bürgerlichen Leistungs- und Konkurrenzideologie mit lutheranischer Arbeitsmoral waren, sind und bleiben der Feind des Proletariats.

Hass auf das andere

Die eigentliche Meldung mag ein Fake sein – die Reaktion in Form von Kommentaren zeigt aber mal wieder, wie weit die Rückverdummung der Gentrifizierungskritiker aus der Szene schon gediehen ist:

@ genervt
und ich erst! 12.12.2009 – 23:11
tja, ihr seid aber diejenigen, die aktiv diese politik vorantreiben. zieht nach kreuzberg und jammert dann rum, daß es nicht so idyllisch-steril wie in ulm ist. ruft bei jedem bischen die bullen, zeigt die nachbarn an, übt druck auf die hausverwaltung aus, alle graffitis und sticker zu entfernen, wählt sozialdarwnistische parteien, sorgt für schlecht stimmung und etabliert diese hardcore-ellenbogen-scheisse, die wessiland so ekelhaft macht.

Ja, so sind „Sie“ – alle!

natürlich

(natürlich bin ich antisemitisch,genauso wie ich alle anderen religionen verachte)

Natürlich ist das keinesfalls, aber doch überraschend, daß deutsche Linke so offen zu ihrem Antisemitismus stehen. Üblicherweise wird der doch mit Mühe verklausuliert.

großartig

Den ganzen Abend wurde sich über Organisation unterhalten und am Schluss wurde klar, dass dieses theoretische Gehabe nur eine Seifenblase ist. So wurde vergessen sich gemeinsam um die nächste Autonome Vollversammlung zu kümmern. Wer bereitet diese vor? In welchen Raum findet die AVV statt und wer kümmert sich um den Raum? Wer bewirbt die nächste AVV? Um diese Fragen wurde sich nicht gemeinsam gekümmert, also eine Organisation vollkommen vernachlässigt.

hardcore radikal

Und so wird dann daraus Ideologie.

Da erzählt ein Scheiß Möchtegern-Yuppie Geschichten von wegen er sei Proletarier und wir fallen drauf rein. Mercedes bleibt Mercedes. Ein Proletarier kann auch im Bus zur Hochzeit fahren.

So ein Proletarier, der kann auch mit Wasser und Brot vor sich hingammeln. Dann hat er sich bis zum Kommunismus auch gleich an den Verelendungskult linker Berliner Atzen gewöhnt.

annalist meint II

Annalist für Beschäftigungszwang für Antideutsche.

Es ist entdeckt worden, dass ich Intellektuelle gar nicht mag. Wenn das doch das BKA wüsste. http://is.gd/1whpX

Mit Verweis darauf kam die erste anonyme „sehr unfreundliche“ Mail. Kann mal wer den Antideutschen was Vernünftiges zu tun geben?

Es ist eben unbequem, wenn wer kritisch anspricht, daß sich distinktionsgewinnlerisch auf die Schulter geklopft wird, weil man so toll Marx Zitate posten kann. Wer sich tatsächlich anmaßt dazu was zu sagen, der kann nur Antideutscher sein und der gehört gefälligst in eine vernünftige Beschäftigung gedrängt. Man ist von sich aus halt schon erhaben, weil aus dem engeren Bekanntenkreis jemand einer BKA Überwachung sowie dem staatsgewaltlichen Zugriff ausgesetzt war. Für identitäre Ex-Hausis ist das halt was tolles und da muß man die ganze Zeit auch darauf rekurieren, um sich zu vergewissern, daß das auch so bleibt.

Jetzt die Bände 23 und 25. Wohin soll das führen. („hat umfangreiches historisches und politisches Wissen“)

omg. Herr Dr. Holm greift zu den MEWs, Bd. 24. Wenn das BKA das mitkriegt.

Die alte Hausbesetzerin in mir weiß gar nicht, was sie davon halten soll http://twitpic.com/9iky1

Die Mail war nicht von mir, ich habe auch keine Ahnung was da drin steht, aber das Gehabe ist auch unabhängig davon bemerkenswert, wie doch die Geschichte Andreij Holms anderen zum identitären Zuwachs dient.

Wehret den Anfängen!

vergessen blieb…heute früh wurden die rutsche und eine schaukel auf einem prenzelberger spielplatz demoliert und mit glasscherben bspickt. schriftzüge „bonzen und muttersöhnchen verpisst euch!“ deuten auf einen politischen hintergrund.

mit glasscherben eine kritik an kindern formulieren, damit die gefälligst aufhören die kieze mit spielplatznutzung aufzuwerten.

edit: waiting wies darauf hin, daß er bei Recherche nichts weiteres dazu im Netz finden konnte. Dementis dazu allerdings auch nicht. Von dem her bleibt bleibt obiges mit diesem Zusatz hier stehen.

edit:

der kinderhass der gentrifizierungsgegner in einem vom sozialdemokraten andrej holm verlinkten blog prenzlbasher:

Icke setz mir vor junge Mutter mit zwei hyperaktiven Kindern uffn Sitz. Eins der Kinder jreift mir in die Haare. Icke genervt, schaue auch so. Mutter steigt aus. Icke zu Sitznachbarn: „Die denken wohl, sie wären der Nabel der Welt“.

schon ne sauerei wenn so ein kind so’nem real autochtonen in die haare greift. dieses yuppie-blag! schluß damit, prenzlberg bashen und mit den kids anfangen.

Muß die jetzt mit dem Kinderwagen die enge Regalschlucht des Minimarkts nehmen?! Kann se das Bangert nicht draußen anketten oder wenigstens am Kassenfreiraum parken?! – Angst, daß der Kofferraum geplündert wird? Daß das Gör geraubt wird? – […] Hunde vor der Tür werden doch auch nicht geklaut.

only in magdeburg

Hakenkreuze auf Davidsterne sollen zwar eine Kritik an Israel sein, welche aber Otto-Normalbürger nicht immer erkennt.

lol

Die Demonstrationen gestern in Berlin und Frankfurt und vielen europäischen Metropolen zeigen, dass viele Menschen zum umdenken bereit sind, und dazu, die herrschenden Verhältnisse der Gesellschaft zu ändern.

30.000 (da kann man ruhig von den optimistischsten Schätzungen ausgehen) auf ner Demo sind schon ganz schön viele. Wenn man mal alleine die Berliner Einwohnerzahlen dagegen setzt, dann steht die Revo und die Abschaffung der Verhältnisse kurz vor der Tür. Linke Knallköppe sind noch weiter von der Erkenntnis der Verhältnisse weg als die reformistischen Sozialdemokraten auf den Demos.

Wunsch und Wirklichkeit

Alle Lachen Bitte mobilisieren so viele wie noch nie ins Nichts. Wenn man sich denn schon Antifaschismus auf die Fahne schreibt, dann ist der beschriebene Erfolg doch als negativer Erfolg zu verbuchen. Noch nie war Dresden für die Nazis so harmlos und das trotz des inhaltslosen Symbolaktionismus, der dem bürgerlichen Rumgetrauer seine Berechtigung einräumt, so lange diese keine Nazis sind.

endlich schreitet die Kiezgemeinschaft zur Tat

Nachdem Prenzlauer Berg und Friedrichshain schon unterwandert und zersetzt wurden ist jetzt auch schon Neukölln gefährdet. Da schielen doch tatsächlich Menschen, die aufgrund ihrer Einkommensverhältnisse als Studenten oder minderbezahlte Freiberufler gezwungen sind sich günstigen Wohnraum anzumieten nach Neukölln! Allerdings haben sie sich eins nicht nehmen lassen, ein bisschen Stil und Geschmack, weshalb sie wie Aliens aus der Neuköllner Alternativkiezgemeinschaft herauszustechen scheinen. So sind die subversiven Elemente leicht auszumachen und es kann schon in den Anfängen dagegen vorgegangen werden.

Zum Beispiel kann ein Mob organisiert werden, der dann in das jetzt schon feindliche Kreuzberg eindringt, um dort sein barbarisches Bedürfnis ausleben zu können. Da muss man nicht darauf gespannt sein, was dann am 20. Juli alles von den Bäumen und aus den Höhlen der unkolonisierbaren Wildnis des Großstadtjungles Neukölln kriecht.

Eine brauchbare Definition von „Yuppie“ (in meiner Jugend der Neunzehnhundertachtziger war das mal die Abkürzung für Young Urban Professional) wird in den Kommentaren auch endlich geliefert:

Tja, gibt es ein bestimmtes Level für die Yuppierei. Ab achtzehn Uhr, wenn die kleinen Wonneproppen alle in die Heier gehen vielleicht? Braucht mensch dafür eigentlich Abitur oder reicht der Gabelstaplerschein aus? Können Frauen auch YuppieInnen sein oder sind sie nur die Beilage? Überhaupt du fragst ab wann ist man Y…? Aber eigentlich sollte die Frage lauten: „Wann ist mensch kein Yuppie!“ was allerdings zu Panikattaken und allen möglichen Rettungseinsätzen führen würden, sollte mensch auf der O-Strasse oder der Simon-Dach-allee auf so »dumme Gedanken« kommen.

Yuppie beschreibt im Allgemeinen den Mitmenschen den all diese Probleme: Sozialkahlschlag, Überwachungsstaat, Rassismus, Sexismus, Gentrifizierung, neue Armut, polizeiliche Repression und etliches mehr, nicht betreffen, weil er diese Probleme ja oft mutwilligt mit verursacht.

Allgemein, falls deine herzzerreisende Frage überhaupt ernst gemeint ist, unterscheidet der Yuppie sich von seinen Mitmenschen dadurch dass er (oder auch sie) das alles hat was andere Menschen nicht haben, auch wenn Kreuzberg und Friedrichshain sich dadurch auszeichenen dass es dort inzwischen ja mehrheitlich Yuppies sind, weil die örtliche Bevölkerung nach und nach abgewandert ist. Das führt logischer Weise dazu das die Yuppies sich gegenseitig als Yuppies beschimpfen und was bestenfalls zu einer anderen Frage führt: „Welcher Yuppie war zuerst da.“

Ja, das klingt doch nach der alten Slime Platte, die der Schreiber wohl auch zu Hause stehen hat:

Die autochtone Bevölkerung der beiden bösen Yuppie-Kieze Prenzlauer Berg und Friedrichshain wurde von der ersten Generation Yuppies verdrängt: den Alternativen und den folgenden Künstlern. Genau jene führen die bis dahin im Kiezfrieden lebenden Anwohner in die ungewollte Verdrängung, in die Umwandlung zum Szene- und Erlebniskiez.

Auch GSPler können sich hier noch einiges einleuchten lassen, wenn dann mal klar ist für was eigentlich der Yuppie und nicht der Staat zuständig ist.

Deshalb: Yuppies raus aus den Kiezen – Linke und Alternative zuerst.

Skandal! Deutsche Ingenieure den Deutschen!

Auf Indymedia findet sich immer wieder lesensunwertes allererster Güte.

Es ist natürlich ein Skandal, wenn der Kohl dafür gesorgt hat, daß der Erfolg der deutschen Nation in der Staatenkonkurrenz gefährdet ist.

Als deutscher Patriot und Staatsfan muß man sich dann natürlich darüber aufregen und dem Staat Tips geben, wie er den Nationenerfolg besser zu organsieren hat. Schließlich ist es unerhört, daß Ingenieure mit deutschem Wissen einfach abhauen, um dann anderen Nationen beizutragen.

Hans-Jürgen Reiss zeigt in seinem Beitrag schonungslos auf, was für ein guter Deutscher er doch ist.

der Kotzkübel der radikalen Linken

wurde mal wieder befüllt.

Die inhaltliche Auseinandersetzung um den 1 Mai muss sein:
Schäuble und die Rollstuhl-Demokratie.
Gesundheitsbereich: Kein Geld für Medizin aber Knete ab nach irgendwo wie Afghanistan etc.
Kein Geld für Krieg. Gesundheit für alle statt Waffen!
Wirtschaft ist im Arsch. Wer nichts kann und nix taugt soll verschwinden und dieses System taugt nichts also weg mit.

Quelle

„Rollstuhl“ ist also das Argument, welches die Demokratie zu etwas schlechtem macht. Schäuble als Lobbyist aller Rollstuhlfahrer hat heimlich still und leise die bisherige gute deutsche Demokratie in eine schlechte „Rollstuhl-Demokratie“ umgebaut. Ganz schöne Sauerei von den Rollstuhlfahrern. Da die Demokratie an sich ja was taugt ist „Rollstuhl“ das Kriterium der Untauglichkeit, sonst müsste nicht diese Unterscheidung getroffen werden.

Der Kapitalismus in seiner momentanen Krise taugt ja auch nichts. Die Wirtschaft ist schließlich im Arsch! Die permantenten Schädigungen des Kapitalismus wären irrelevant, wenn der Kapitalismus nicht ständig diese Krisen produzieren würde. Nein, deshalb taugt er nichts der Kapitalismus und deshalb muss er weg. Genauso wie jeder andere der „nichts kann und nix taugt“ und wie die Rollstuhlfahrer.

Passend dazu das extrem peinliche Mobi-Video zum sogenannten revolutionären 1. Mai.


Womit auch klar wäre was da an „revolutionären“ Kräften so alles mobilisiert wird nach Kreuzberg.

edit: Ausführliches zum Mobivideo gibt es auf vorstellungsrepraesentanzen.




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