Völkische Logik und Fremdenhass finden mal wieder ein Ventil. Die Sortierung in autochtone wahre, also richtige richtige, Berliner und Fremdes, also Schwaben, stand schon immer auf dem Fundament spießbürgerlicher Ekelhaftigkeiten. Mit dem Plakat sind sie denn nun angekommen, wo sie schon immer hingehört haben. Das Volk der richtigen Deutschen, das lebt in Ostberlin und suhlt sich in der Rückverblödung. Den Verblödungsgrad vorher mit berücksichtigt, ist das eine ganz ordentliche Leistung. Wenn es nicht eine ganze Menge Menschen betreffen würde, die unbeteiligt an diesen Idiotien Enthirnter aufgrund zu geringer Einkommen auch mit getroffen werden würden, könnte man sich glatt wünschen, daß dieses Volk weggentrifiziert würde. Dann könnte man sich mit jenen Arschlöchern befassen, die ebenfalls Spießbürger, aber auf ihre Weise, einem das erträgliche Leben mit Ruhestörungsanzeigen und ähnlichem erschweren.
Bis dahin wird die Parole der schwäbischen Resistance wohl lauten:
Schwabe
12. November 2009 auf 13:46
Und ihr könnt noch so viele Plakate kleben…wir bleiben alle!
Für bürgerliche Filosofen gibt es Objekte, also Arbeiter und Subjekte, also Menschen. Bei dieser bildungsbürgerlichen Klassenarroganz im Kontext der Bildungsproteste bleibt nur eines zu fordern: Universitäten abschaffen – jetzt!
Serato ist ein Programm mit dem man das Auflegen von MP3s mit händischen Devices simuliert. Der ganze Aufwand ist einzig und allein dazu da MP3s zwar zu spielen, aber so zu tun als ob man es mit traditionellen Medien für’s Auflegen zu tun hätte. Das war eine Zeit lang sogar mal eine sinnvolle Einrichtung, nämlich damals, als es keine gescheiten Midi-Controller gab und man behelfsmäßig drauf gekommen ist, die schon vorhandenen händischen Devices, namentlich Platten- und CD-Spieler zu nutzen, um beim Auflegen die MP3s zu steuern.
Heutzutage ist das ein traditionalistischer Humbug auf der einen Seite – die Simulation „ehrlicher“ Arbeit, weil dem Auflegen mit Midi-Controllern etwas verruchtes minderwertiges anhaftet. Auf der anderen, der Herstellerseite ist das pure Geldschneiderei.
Auf die Spitze getrieben unten von Luna-C of Kniteforce Fame. Anstatt, wenn man unbedingt mit CD Playern auflegen will sich den Kram auf CDs zu brennen und zu spielen, oder eben wenn man MP3s spielen will auf die CD Player und den Mischer zu verzichten und nen Rechner + gescheiten Controller zu benutzen muss es unbedingt dieses Set Up sein:
2 CD Player der oberen Preiskategorie
1 Mischpult der oberen Preiskategorie
1 x Serato Scratch
1 Laptop
- und das alles nur um MP3s abzuspielen. Die Materialschlacht um’s Ego. Digitaler Nonsense at its best:
Weil Turing also aufgrund seiner Matheskills und des Enigma-Code-Knackens was geleistet hat ist die Gewaltanwendung gegen Homosexuelle also noch entsetzlicher, als sie es sowieso schon ist – Nein, ihr Arschlöcher!
Der Regenbogen e.v. und die PR Agentur das comitee stigmatisieren in ihrem Spot anlässlich des Welt-Aids-Tages 2009 HIV-Positive als Massenmörder und vollziehen die Gleichsetzung mit Hitler in einem Video sowie dazu Sadam und Genossen Stalin in einer Plakatserie.
Aufklärung bezüglich AIDS sowie bewußter Umgang mit dem Risiko ergo beispielsweise Schutz mit Kondomen, Handschuhen etc. ist sicherlich genauso erforderlich wie eh und je. Aber Infizierte zu Massenmördern zu stigmatisieren ist der regressive Schritt in die 1980er. Diskriminierung, Verfolgung, Aussortierung – es wird wieder dran gearbeitet.
Da gibt es ein Wahlplakat der SPD, welches sich gegen Studiengebühren ausspricht, damit jeder in der Bildungskonkurrenz so gleich sein soll, wie sich das für idealistische Demokraten gehört. Aber es gibt immer noch einen größeren Idealisten und Moralhansel.
Abgebildete junge Frau studiert selbst doch tatsächlich an einer privaten Uni und läßt ordentlich Studiengebühren. Wer so der von vornherein privilegierten Bildungselite angehört, der darf natürlich keinesfalls dafür sein, daß qua Privateigentum bzw. dessen Fehlen in ausreichender Menge Ausgeschlossene auch studieren dürfen. Moraldeppen wie Marcus Reif skandalieren die fehlende Askese – nein, einfordern dürfen nur die, die selbst die Scheiße selbst in voller Breitseite mitbekommen. Da macht sich tatsächlich einer darüber Sorgen, daß die Klasseninteressen und deren Antagonismus nicht stringent genug verfolgt werden. Da will doch tatsächlich wer, der eine bessere Konkurrenzposition hat, daß andere sich mit verbesserten Voraussetzungen in die Konkurrenz setzen lassen. Elendsapologeten auf bürgerlich.
So wird aus dem Gerücht einer Brandstiftung der Rigaer 84, neben dem es allerhand andere Gerüchte gab – und das nicht nur von Seiten des Klassenfeindes, auf seinem Blog kurzerhand Brandstiftung.
Das Hausprojekt hat sich während der Instandsetzung des Hauses nach dem Brand übrigens selbst aufgelöst, nachdem einige ehemalige Bewohner kein Interesse an einem erneuten gemeinsamen Projekt hatten.
Als ob vor einer Aufwertung städtische Gebrauchswerte nicht der Verwertungslogik des Kapitals unterworfen gewesen wären und sich dort eine idyllische antikapitalistische Blase befunden hätte. Marx muß er ja auch nicht verstehen, das gehört in die „Perspektive linker Theoriedebatten“, die er ja nicht führt.
Aber abschreiben kann er. Dann mal ein Marx Zitat raushauen – da kann man seinen eigenen theoretischen Mangel mittels Autoritätszitat in hippe Radikalität kleiden, um bei der Zielgruppe mal wieder für Popularität zu sorgen.
Schade nur, dass es sich als Business-Telefon äußerlich nicht von den Geräten des Vorjahres unterscheidet, die ja inzwischen auch schon in den bildungsfernen Schichten verbreitet sind.
Matthias Eckardt – Redakteur MACup – über das neue iPhone und seine Ausschlußwünsche.
Die antifaschistische Konsenskiezgemeinschaft traf sich heute unter allerlei Beflaggung – von der Anarchofahne über die Fahnen der staatstragenden Parteien Die.Linke, Die Grünen bis zur SPD, um in einer Latschdemo ihren Unmut über Nazis ausgerechnet in ihrem Kiez kundzutun. Bezeichnend, daß der mittelmäßige Konsens die Friedrichshainer Volksgemeinschaft ganz offen beschwor, um im demokratischen Akt der Kiezverbundenheit durch aktionistischen Ausschluß die Vielfältigkeit wiederherzustellen und das Bunte der geliebten Blase zu demonstrieren – welche hauptsächlich schwarz zu sein schien. Ob es überhaupt eine Kritik neben dem Akt des Hinlaufens gab, kann ich nicht sagen, da der Gewerkschaftslautiwagen so leise war, daß schon 2 Meter daneben nur noch Rauschen statt Information vorhanden war.
Raus aus unserem Kiez – aber – ihr werdets nicht vermuten: wir sind die Guten.