idiots on the dancefloor

Am Samstag im Rosis kam eine Frau relativ am Anfang zu mir und beschwerte sich im Auftrag eines Typen! (also zwei Trottel zum Preis von einem) darüber, daß ich ja digital auflegen würde. Nicht, daß sie sich erstmal überhaupt die Musik angehört hätten, nein, gleich mal hin und das Maul aufreißen. Dabei dann mal die Frau vorschicken.

Wenn man digital spielt, dann wäre man kein richtiger DJ (kastriert sozusagen) und somit für solche Trottel nicht mehr vollwertig. Die haben dann ernsthaft verlangt, ich solle doch nebenher wenigstens so tun als ob ich Platten auflege. Die sind tatsächlich schon soweit von symbolischen Handlungen geprägt, daß es ihnen lieber wäre, daß sie ein Spektakel vorgesetzt bekommen, von dem sie wissen, daß es Simulation ist. Da zählt nur noch der Akt der Handlung, nicht mehr deren Inhalt.

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6 Antworten auf “idiots on the dancefloor”


  1. 1 zukka 16. November 2009 um 12:22 Uhr

    LOL! Nicht deren Ernst, oder? Was sind das denn für Spacken… die Welt dreht sich weiter, meine Güte.

  2. 2 unkultur 16. November 2009 um 13:54 Uhr

    Ehm… Applaus! So gut wie sich beim Liveact andere Musik zu wünschen.

  3. 3 kandel 17. November 2009 um 19:13 Uhr

    zja, kenn ich auch das thema. beruhigend ist aber, dass ein grossteil des publikums sich eher amüsieren will, anstatt merkbefreite kritik zu äussern.

  4. 4 lasterfahrer 18. November 2009 um 18:17 Uhr

    ich wünsch mir ja den tag wo man garnicht mehr in den club gehen muss um aufzulegen, einfach per DSL den mix hochladen und dann über webcam zuschauen, sollten dann noch interresante gäste anwesend sein kann man sich ja überlegen noch auf ein bier undoder gespräch undoder tanz vorbeizugehen.

    wer braucht den überhaupt noch djs? das netz ist doch inzwischen voll mit sehr guten mixen das man damit von neujahr bis weihnachten durchgehend disko betreiben kann von!

  5. 5 scheckkartenpunk 18. November 2009 um 19:49 Uhr

    hm – ich finde das moment der entscheidungen, welcher track denn nun als nächstes laufen soll und wie der zum vorherigen oder zur stimmung passt schon noch so wichtig, daß ich vorgemixte sachen für zu unflexibel für ne gute party halte.

    die meisten mixe im netz, die ich so zu ohren bekomme halte ich auch eher für durchschnittlich. bzw. höre ich daheim ganz andere mixe als ich sie im club hören wöllte.

    daheim kann ne party auch nie eskalieren – schon deshalb wohl eher keine option für mich.

  6. 6 lasterfahrer 18. November 2009 um 21:10 Uhr

    ich hatte schon eine total ausrastende party wo ich bei zwei c-90 kassetten nur umgedreht habe. das eine war ein beatles tape das andere mit oldschool jungle. das beste daran: die waren garnicht gemixt! trotzdem 180 minuten tanzsession ohne abbruch.

    meinte these: es kommt garnicht auf das mixen an sondern auf die musik.

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