zum Klassenbegriff einiger bei WBA und Gentrifizierungsgegnern

Es gibt eine besitzende Klasse, denen der Besitz genommen wird – wenn auch nur kurzfristig.

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27 Antworten auf “zum Klassenbegriff einiger bei WBA und Gentrifizierungsgegnern”


  1. 1 Prüfi 13. Juli 2009 um 0:46 Uhr

    Ich versteh das nicht.

  2. 2 scheckkartenpunk 13. Juli 2009 um 0:53 Uhr

    die besitzende klasse zeichnet sich dadurch aus, daß sie ein auto besitzt. produktionsmittel sind nicht mehr von interesse.

  3. 3 Fernbedienung 13. Juli 2009 um 2:47 Uhr

    Das Interview wirft auf die Jungle World ein schlechteres Licht als auf die Antigentrifizierungskämpfer. Die Fragen die Daniel Steinmaier stellt, sind unterste Schublade des Denunziationsjournalismus.
    „Aber zu sagen, dass sich Leute, die bestimmte Autos anzünden und bestimmte Restaurants überfallen, wie Kieztaliban aufspielen, ist doch richtig. Da geht es doch darum, Menschen mit angeblich falschem Lebensstil die eigene Moral aufzuzwingen.“
    Daniel Steinmaier einen Gestapofritzen zu nennen, ist doch richtig. Der stellt ziemlich aufdringliche Suggestivfragen, die in sich schon falsch sind, so dass man ihre Beantwortung komplett ablehnen sollte.
    „Dann wird Politik jedenfalls nicht mehr demokratisch gestaltet. Ob man das richtig oder absurd findet: Vermutlich würde sich die Mehrheit der Berliner über Investoren freuen, die ihnen Arbeitsplätze schaffen, damit sie sich größere Wohnungen leisten können.“
    Und was macht man da? Natürlich den Berlinern recht geben und Beschäftigungsprogramme fordern! Das wäre demokratisch und man wäre auch ein Vorbild für die Kameraden im Iran.
    „Ist es nicht eher traurig, dass sich so viele Linke für einen leerstehenden Flughafen interessieren, aber nichts dazu sagen, wenn im Iran gerade eines der brachialsten Regimes an der Macht zu bleiben versucht?“
    Wenn einen etwas ganz sicher nicht aus der unrenovierten Kellerlochwohnung herausholt, dann ist es der Kampf für Demokratie im Iran. Genügen tut man damit nur Daniel Steinmaiers Politmoral: Dem kapitalistischen Fortschritt nicht im Weg stehen, seine Fortschritte gar begrüßen, weltweit für seine totale Durchsetzung kämpfen und auf die Weltrevolution warten.

  4. 4 Fernbedienung 13. Juli 2009 um 3:01 Uhr

    @scheckkartenpunk:
    Wo schreiben die das denn? Ich habe im Interview keinen Beleg für diese Aussage finden können. Die reden doch kaum über Kapitalismus und Klassen. Und dann sagen sie auch sowas:
    „Ich finde es problematisch, Feindbilder zu personalisieren. Gentrifizierung ist eine allgemeine Dynamik, die nicht an einzelne Personen geknüpft ist.“
    Das klingt doch fast wie ne 08/15-AD-Analyse. Charaktermasken und Kapitalismus als umfassender Zwang.

    (Beim zweiten Lesen bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass Daniel Steinmaier alles egal ist, außer den brennenden Autos. Sozusagen das umgekehrte Klischee des Autozündlers, dass er im Interview bestätigt bekommen will.)

  5. 5 scheckkartenpunk 13. Juli 2009 um 8:12 Uhr

    Ja, das Interview ist an sich mies. Die Rubrik heißt Zitatebox, also geh mal davon aus, daß das so da steht. Jeder Browser hat ne Suchfunktion. Wenn du’s nicht findest versuchs einfach mal damit, ich kann leider keine Zeilenangaben machen oder auf die Seitenposition verlinken.

    Ob Steinmaier eine Weltrevolution will weiß ich nicht, der klingt eher wie ein bürgerlicher Demokrat. Vielleicht hat Spon sein Interview nicht gewollt.

    Daß Gentrifizierung ein Prozeß ist, der nicht an Einzelpersonen festzumachen ist, ist doch richtig. Die Verwertungslogik an sich, also durch Investitionen höhere Profite zu generieren, ist doch nicht personengebunden. Grundsätzlich werden Häuser ja nicht saniert, weil der Vermieter einfach mal so seine Mieter loswerden will – wenn die sich den Mietzins nach der Sanierung leisten können, dann wird der damit kein Problem haben. Daß das so einige eben nicht können und dann gezwungen sind sich nach anderen Mietwohnungen umzusehen, ist der Konkurrenz der Mieter am Markt zuzuschreiben. Schließlich findet sich jemand, der sich die höheren Mieten leistet. Das Interesse der Kapitalisten ist Profit und nicht bessere Wohnmöglichkeiten für Menschen zu schaffen.

    Ich halte das aber in diesem Interview für eine Floskel. Daß sich die grundlegende Veränderung der Einrichtung des Ladens nicht mit Autoanzünderei erreichen läßt wäre sonst auch klar. Da käme dann vielleicht auch die Einsicht, daß der Besitz eines Auto nicht das Kriterium wäre einen Klassenunterschied auszumachen.

  6. 6 fatalflaw 13. Juli 2009 um 13:46 Uhr

    @ skp: nur der vollständikeit halber:

    „Es gibt eine besitzende Klasse, denen der Besitz genommen wird – wenn auch nur kurzfristig. (Alle lachen) Natürlich ist das verkürzt.“

  7. 7 scheckkartenpunk 13. Juli 2009 um 15:00 Uhr

    ;) – das ändert aber nichts grundsätzliches.

  8. 8 Prüfi 13. Juli 2009 um 15:44 Uhr

    @ SKP:

    Vorher reden sie schon noch von der Zerstörung von Produktionsmitteln von Unternehmen; insofern ist Deine Kritik da einfach nicht zutreffend. Will nicht bestreiten, dass die mglweise keine korrekte Bestimmung des Kapitalismus hinkriegen, aber so unmittelbar kann man das nicht entnehmen.

    @ Fernbedienung:

    Der Interviewer passt doch wie Arsch auf Eimer zur KINDER-WELT. Die kriegen in ihrem „kritischen Journalismus“ doch auch nix anderes hin wie der bürgerliche Pressewald. Da machen Leute doch glatt was anderes als Iran-Soli wie es sich gehört, das kann ja wohl nicht wahr sein.

    Tzz, die würden komisch schauen, wenn man sie „kritisiert“: Jungle World ist doof, weil sie kein GegenStandpunkt ist! :-D

  9. 9 scheckkartenpunk 13. Juli 2009 um 15:51 Uhr

    keine kritik – nur ein zitat für die box

    außerdem gehts da um autoanzünderei, und da bin ich immer noch stark dafür so ein auto auch dem lohnarbeiter zuzusprechen. dessen auto abzufackeln heißt die falsche klasse zu treffen.

  10. 10 fatalflaw 13. Juli 2009 um 20:31 Uhr

    @ skp: ist aber trotzdem ne blöde nummer zitate so zu kürzen,
    dass da ne aussage rauskommt, die im nächsten satz ja schon wieder relativiert wird.

  11. 11 scheckkartenpunk 13. Juli 2009 um 20:47 Uhr

    das ist keine blöde nummer, weil ich ohne information hiding das zitat mit der quelle verlinkt habe, wo ganz klar nachzulesen ist, was alles gesagt wurde.

    abgesehen davon ist der klassenbegriff auch mit relativierung falsch. daß in der rubrik „zitatebox“ einfach zitate aufgenommen werden, sollte dir als aufmerksamen leser nicht entgangen sein. das geschieht nicht mal immer mit verlinkung der quelle – so what?

  12. 12 fatalflaw 13. Juli 2009 um 21:49 Uhr

    whatever

  13. 13 Prüfi 14. Juli 2009 um 8:06 Uhr

    Der ganze Abschnitt:

    Paul: In den Aktionwochen sind auch DHL-Transporter abgefackelt worden, weil die DHL die Logistik der Bundeswehr übernimmt. Bärenmenü ist abgefackelt worden, weil sie zu Sodexho gehören, die Abschiebeknäste beliefern. Das geht über den Tellerrand der Gentrifizierungskritik hinaus.

    Haltet ihr die militanten Aktionen auch für Klassenkampf?

    Paul: Es gibt eine besitzende Klasse, denen der Besitz genommen wird – wenn auch nur kurzfristig. (Alle lachen) Natürlich ist das verkürzt.

    In dem Zusammenhang ist nicht klar, ob da mit Besitz der Klasse ein Transportmittel des Kapitals oder die Luxuskarren der Kapitaleigner gemeint sind. Und getrennt davon: DARAUS etwas über den Klassenbegriff abzuleiten (wie Du es oben auf meine Frage ja tust), ist wahnsinnig interessiert.

    Wenn Du diese Gentrifizierungsknaller schon kritisierst, dann ordentlich und nicht so schludrig wie diese Jungle-World Interviewer.
    Wobei man da gar nicht von Schludrigkeit reden kann, das ist ja pure Denunziation. Insofern nehm ich das zurück. :)

  14. 14 scheckkartenpunk 14. Juli 2009 um 8:51 Uhr

    wenn es beim abfackeln nur um fahrzeuge von bundeswehrlogistik oder abschiebeknästeversorger gehen würde. geht es aber nunmal nicht. und da werden zu nicht unbedeutenden teilen auch nicht nur luxuskarren von kapitaleignern abgefackelt.

    genau aus dem typ des autos – schau dir doch mal an, was das für welche sind, das meiste davon kann sich ein lohnarbeiter auch leisten, wenn er dann auch für seine karre auf einiges verzichten muss – aber das ist nunmal gängige realität – eine klassenzugehörigkeit abzuleiten, wie du es gerade tust, ist wahnsinnig interessiert. das deckt sich dann auch mit dem zitat oben. danke.

  15. 15 Diffi 14. Juli 2009 um 16:22 Uhr

    @SKP:
    dieses interview taugt einfach nicht deine these zu untermauern, die würden aus autobesitz und nichtbesitz eine klassenstruktur herleiten.
    wenn das jungle-world-interview ernstgemeint wäre, dann würden die da mal nachgehakt habe. aber der interviewer will ja nur seine hetzerischen urteile präsentieren und von denen bestätigt bekommen.
    feuer und flamme der jungle world!

  16. 16 scheckkartenpunk 14. Juli 2009 um 17:08 Uhr

    Wenn das was taugen würde, dann hätte ich vielleicht auch nen richtigen Beitrag dazu verfaßt.

  17. 17 Diffi 14. Juli 2009 um 17:17 Uhr

    ok. dann fassen wir mal zusammen: „zum klassenbegriff einiger bei wba und gentrifizierungsgegnern“ haben wir nichts efahren. zum zustand des hetzblattes „jungle world“ um so mehr.

  18. 18 scheckkartenpunk 14. Juli 2009 um 17:36 Uhr

    man erfährt zumindest, daß autos halt nicht das kriterium sind. selbst wenn ein geprüftes argument von luxuskarren der kapitalseigner redet.

    empirisch ist sowieso fraglich ob solche kapitalseigner ihre luxuskarre in friedrichshain platzieren, wenn die doch ihre villa in zehlendorf haben.

    bei der jungle world ist momentan nicht viel zu holen.

  19. 19 lasterfahrerei 17. Juli 2009 um 1:10 Uhr

    „die grentze verläuft zwischen neuem mercedes und vw bus“

    so ungefähr klingt das ja mit den autos abfackeln. früher hatte mal ne freundin von mir nem mercedes den stern abgebrochen, daraufhin kam ein alter türckischer papi mit seinem sohn aus dem haus und hat geheult. der sohn meinte sein vater hatte lange für den wagen gespart.

    mensch könnte das auch einfach random bombing nennen. die verhältnisse wirds nicht ändern, die gentrifikation erst recht nicht.

  20. 20 Fernbedienung 17. Juli 2009 um 11:55 Uhr

    @lasterfahrerei:
    Das kommt überhaupt nicht im Interview vor. Ich vermute du hast dich im Fenster/Tab vertan und wolltest das hier loswerden.
    @scheckkartenpunk:
    Dass ein Auto keinen Kapitalisten macht, erfährt man sogar von den Autonomen aus dem Interview.
    Und wenn das alles ist woran die gelegen ist, also festzuhalten dass man sich nicht am fremden Eigentum vergehen solle, dann formulier das bitte allgemeiner:)

  21. 21 scheckkartenpunk 17. Juli 2009 um 11:59 Uhr

    nein, mir geht es ganz konkret schon darum, was denn so an autos festgemacht wird. zum beispiel, daß richtige proletarier halt bus fahren anstatt merzedes. empirisch ist das blödsinn, aber ideologisch wird sich da schön was zurecht gezimmert.

    luxuskarren von kapitaleignern, möchtegern yuppies mit altem merzedes, blöde studies mit umzugswagen – alles gegner im „klassenkampf“, die man am besitz des fahrzeugtypen erkennen kann.

  22. 22 Fernbedienung 17. Juli 2009 um 12:10 Uhr

    @scheckkartenpunk:
    Das gehört jetzt auch in den anderen Thread:) Mit diesem Interview hat das nichts mehr zu tun.

  23. 23 scheckkartenpunk 17. Juli 2009 um 12:55 Uhr

    dann stell doch nen antrag, damit der kommentar auf das für dich passende konto umgebucht wird.

  24. 24 Fernbedienung 17. Juli 2009 um 13:16 Uhr

    Wenn du die Hetze der „Jungle World“ mitmachen willst, dann kannst du deine Behauptungen über die interviewten Aktivisten auch stehenlassen. Ich will nicht gesagt haben, dass es solche Leute (auch bei WBA) nicht gibt, aber wie „Prüfi“ es schon gesagt hat: Bitte kritisiere die ordentlich. Du kannst dich ja auf die Indymediakommentare stürzen.

  25. 25 scheckkartenpunk 17. Juli 2009 um 14:30 Uhr

    vielen dank für die hinweise, was ich wo und wie ordentlich zu kritisieren hätte. am besten du stellst im nächsten plenum den antrag mir mal anweisungen zu geben, wie ich mein blog zu führen habe.

    auch für dich gilt – wäre es um eine ordentliche kritik gegangen, dann wäre es eine andere kategorie gewesen. so ist es nur eine randbemerkung in einer randbemerkungskategorie. daß da aber etwas dran ist zeigen ja schon die „luxuskarren von kapitalbesitzern“ in friedrichshain, die angeblich angezündet werden, von denen prüfi da daher redet. das hat mit empirischer feststellung nichts zu tun, sondern ist zusammengedichteter kram. und in sofern trifft diese randbemerkung als das was sie ist und hat sehr wohl auch eine verbindung zu der anderen randbemerkung, die zu dieser verlinkt ist. das passt dir vielleicht nicht, aber ich hab mir meine kategorien deshalb trotzdem so eingerichtet – und ich bin dir darüber keine rechenschaft schuldig.

  26. 26 lasterfahrerei 17. Juli 2009 um 17:14 Uhr

    @fernbedienung: sowohl hier als auch da, der scheckkartenpunk hat ja in dem anderen posting nochmal hierrauf verlinkt, ich sehe die beiden postings dadurch zusammenhängend. hypertext eben.

    das ind den “ “ ist auch lein zitat aus dem text sondern ein mit anführungszeichen ausgedrückte abwandlung des gern benutzten slogans mit den „grenzen zwischen oben und unten“ oder auch „zwischen mir und dir“.

  1. 1 hardcore radikal « tiefe Pingback am 15. Juli 2009 um 10:41 Uhr
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