annalist meint II

Annalist für Beschäftigungszwang für Antideutsche.

Es ist entdeckt worden, dass ich Intellektuelle gar nicht mag. Wenn das doch das BKA wüsste. http://is.gd/1whpX

Mit Verweis darauf kam die erste anonyme „sehr unfreundliche“ Mail. Kann mal wer den Antideutschen was Vernünftiges zu tun geben?

Es ist eben unbequem, wenn wer kritisch anspricht, daß sich distinktionsgewinnlerisch auf die Schulter geklopft wird, weil man so toll Marx Zitate posten kann. Wer sich tatsächlich anmaßt dazu was zu sagen, der kann nur Antideutscher sein und der gehört gefälligst in eine vernünftige Beschäftigung gedrängt. Man ist von sich aus halt schon erhaben, weil aus dem engeren Bekanntenkreis jemand einer BKA Überwachung sowie dem staatsgewaltlichen Zugriff ausgesetzt war. Für identitäre Ex-Hausis ist das halt was tolles und da muß man die ganze Zeit auch darauf rekurieren, um sich zu vergewissern, daß das auch so bleibt.

Jetzt die Bände 23 und 25. Wohin soll das führen. („hat umfangreiches historisches und politisches Wissen“)

omg. Herr Dr. Holm greift zu den MEWs, Bd. 24. Wenn das BKA das mitkriegt.

Die alte Hausbesetzerin in mir weiß gar nicht, was sie davon halten soll http://twitpic.com/9iky1

Die Mail war nicht von mir, ich habe auch keine Ahnung was da drin steht, aber das Gehabe ist auch unabhängig davon bemerkenswert, wie doch die Geschichte Andreij Holms anderen zum identitären Zuwachs dient.

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8 Antworten auf “annalist meint II”


  1. 1 Benito 13. Juli 2009 um 9:59 Uhr

    Ich fand‘ und finde die Tweets ziemlich komisch. Und diese deine Erwiederung ziemlich humorlos.

    Was in der Mail stand und warum daraus ein mini-diss gegen „die Antideutschen“ geworden ist kann ich mir auch nur vorstellen. Aber meine Güte… Auf so einen „Beißreflex“ ebenfalls verbissen zu reagieren (anstatt bspw. humorvoll — aber das wäre zu famililiär und eklig weil das kennen wir doch von früher und ihgitt, oder?) riecht meiner Nase nach selbst etwas streng nach beleidigter Verteidigung von Identität. (Nichts gegen Familien-dissing, BTW. Aber doch nicht so.)

  2. 2 Lars 13. Juli 2009 um 10:04 Uhr

    Ich habe Anne R. gestern eine „sehr unfreundliche Mail“ geschrieben, in der ich allerdings keinen Bezug auf diesen Blog, „Intellektuelle“, „Himmel und Hölle“, oder „Marxisten“ genommen habe.

    Keine Ahnung, ob meine Mail gemeint war, denn ich bin kein Antideutscher und klinge auch nicht so. Ich kann so nur hoffen, dass sie nicht gemeint war, sonst wäre das wirklich eine ausgemachte Antideutschen-Paranoia oder einfach nur eine bequeme Zuordnung unbequemer Kritik.

    Kritisiert habe ich einen annalist-Link auf den Blog „Stoppt Stuttgartisierung“, der eine unsäglich niveaulose, ressentimentgeladene Hetze gegen „Insulaner“, „Amerikaner“, „Schwaben“, „Westdeutsche“ usw. betreibt. Für mich ein dieser Blog, aber auch seine Verlinkung ein neuer Tiefpunkt im Gentrifizierungsdiskurs, den ich an sich für durchaus interessant und berechtigt halte und schon lange verfolge. Ich dachte aber, dass wir über so einen regressiven Mist langsam mal hinaus wären. Aber anscheinend geht es erst richtig los.

  3. 3 scheckkartenpunk 13. Juli 2009 um 10:15 Uhr

    @Benito: ich weiß nicht, was du von früher kennst, von dem her kann ich das jetzt nicht nachvollziehen. aber man muß ja nicht auf jeden blödsinn mit zwangshumor reagieren.

    die forderung kritiker qua zwangsbeschäftigung mundtod machen zu wollen anstatt da was zu klären ist jedenfalls widerlich. daß da kritiker gleich unter antideutsche subsumiert werden zeigt auch nur was für ressentiments da so unterwegs sind.

    @Lars: dieser stuttgartisierungsblog ist die hetze, die da zustimmung findet. andreij holm verwehrt sich ja dagegen, daß er sowas vorschub geben würde. das würde ich ihm auch nicht vorwerfen, aber ein umfeld, was da schon gentrifizierungstheorien verkürzt, um sich eine theoretische legitimation seiner ressentiments zusammenzubasteln entsteht da schon. aber annalist geht es auch nicht um inhalt. das ist ja schon zu erkennen.

  4. 4 Benito 13. Juli 2009 um 11:42 Uhr

    @scheckkartenpunk: Die Zuhause- und die Humorfrage: geschenkt. Das kriegen wir hier wohl nicht auseinander gedröselt. Aber wer beschäftigt hier wen „zwangsweise“? (Und was ist an dem „Zwangs“-präfix eigentlich so anziehend?)

    Da wir beide die „sehr unfreundliche“ Mail nicht kennen ist die Unterstellung, dass die Kritik „unter antideutsche subsummiert“ würde — und nicht etwa ein zutreffendes label ist (ohne eben dies damit behaupten oder annalists herablassenden Tonfall rechtfertigen zu wollen) — nicht weniger ressentimentgeladen. „Erst schießen, dann fragen?“ (Disclaimer: mit letzterem meine ich beide „Seiten“.)

  5. 5 scheckkartenpunk 13. Juli 2009 um 11:54 Uhr

    wie würdest du denn die forderung nach vernünftiger beschäftigung deuten? wie soll denn durchgesetzt werden, daß sich kritiker gefälligst vernünftig beschäftigen lassen anstatt zu kritisieren?

    grundsätzlich ist es doch egal wer da kritisiert – da pauschal beschäftigungtherapie für antideutsche einzufordern ohne auf den inhalt (den wir nicht kennen, weil der eben nirgends genannt wird) einzugehen, also die forderung vom labeling abhängig zu machen basiert doch auf ressentiments. das anzusprechen nicht – jedenfalls zieh ich mir den schuh erstmal nicht an, aber vielleicht liege ich da bei näherer ausführung einem fehler meinerseits auf.

  6. 6 Benito 13. Juli 2009 um 12:41 Uhr

    Ich würde die Äusserung eben nicht als Forderung deuten sondern als genervtes dissen im Sinne von „geh spielen“, „get a life“, oder auch „geh sterben“. Das ist nicht freundlich, keine Frage. Aber manchmal ist es eine angemessene Reaktion auf Haarspalter, insbesondere wenn sie humorlose Sektierer sind. Zu heutigen Spartakisten bspw. fällt mir häufig nichts auch anderes mehr ein.
    Ob das im aktuellen Fall eine angemessene Reaktion war kann ich auch bezweifeln. Aber sich so daran aufzuhängen steigt eher mal in die Anzick-Spirale ein, anstatt eine mögliche Überreaktion deutlich zu machen.

  7. 7 bigmouth 15. Juli 2009 um 12:23 Uhr

    ja, klassische überinterpretation von skp mal wieder.

  8. 8 scheckkartenpunk 16. Juli 2009 um 0:21 Uhr

    joa, schecki, die olle sau. macht der sich doch tatsächlich immer noch in überzogener sprache über berechtigte punkte lustig. am besten du besprichst das mal in deinem nächsten plenum.

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