Archiv für Juli 2009

Jede Trivialität hat ihre Zeit
/temporarily closed

hardcore radikal

Und so wird dann daraus Ideologie.

Da erzählt ein Scheiß Möchtegern-Yuppie Geschichten von wegen er sei Proletarier und wir fallen drauf rein. Mercedes bleibt Mercedes. Ein Proletarier kann auch im Bus zur Hochzeit fahren.

So ein Proletarier, der kann auch mit Wasser und Brot vor sich hingammeln. Dann hat er sich bis zum Kommunismus auch gleich an den Verelendungskult linker Berliner Atzen gewöhnt.

brutaler Übergriff von Neonazis in Friedrichshain

Ein 22-jähriger Mann ist am Sonntagmorgen von vier mutmaßlichen Rechtsextremen in Friedrichshain zusammengeschlagen und schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, schlugen die Männer im Alter von 20 bis 26 Jahren so lange auf den Mann ein, bis er das Bewusstsein verlor.
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Daraufhin habe der 26-jährige Täter den wehrlosen Berliner auf den Gehweg gezogen, ihn mit dem Gesicht zum Boden abgelegt und sei dann mit dem rechten Bein auf dessen Hinterkopf getreten. Der 22-Jährige wurde den Angaben zufolge mit einem Jochbeinbruch, schweren Prellungen und Hirnblutungen ins Krankenhaus gebracht.

via feinesahnefischfilet

Aus diesem Anlass wird am kommenden Samstag (18. Juli 2009 | 18.00 Uhr | Bersarin Platz) eine große Bündnis-Demonstration gegen Nazi-Terror in Friedrichshain geben.

Solidarität mit den Betroffenen!

Morddrohungen christlicher Fundamentalisten

Hetze, Drohungen und Einflußnahme radikaler christlicher Fundamentalisten

in Deutschland:

(via Lysis)



Einschüchterung – Evangelikale Christen attackieren Journalisten

in den USA: Die christliche Rechte bestimmt den sexuellen Diskurs in den Schulen und weiten ihren Einfluß weltweit aus.

annalist meint II

Annalist für Beschäftigungszwang für Antideutsche.

Es ist entdeckt worden, dass ich Intellektuelle gar nicht mag. Wenn das doch das BKA wüsste. http://is.gd/1whpX

Mit Verweis darauf kam die erste anonyme „sehr unfreundliche“ Mail. Kann mal wer den Antideutschen was Vernünftiges zu tun geben?

Es ist eben unbequem, wenn wer kritisch anspricht, daß sich distinktionsgewinnlerisch auf die Schulter geklopft wird, weil man so toll Marx Zitate posten kann. Wer sich tatsächlich anmaßt dazu was zu sagen, der kann nur Antideutscher sein und der gehört gefälligst in eine vernünftige Beschäftigung gedrängt. Man ist von sich aus halt schon erhaben, weil aus dem engeren Bekanntenkreis jemand einer BKA Überwachung sowie dem staatsgewaltlichen Zugriff ausgesetzt war. Für identitäre Ex-Hausis ist das halt was tolles und da muß man die ganze Zeit auch darauf rekurieren, um sich zu vergewissern, daß das auch so bleibt.

Jetzt die Bände 23 und 25. Wohin soll das führen. („hat umfangreiches historisches und politisches Wissen“)

omg. Herr Dr. Holm greift zu den MEWs, Bd. 24. Wenn das BKA das mitkriegt.

Die alte Hausbesetzerin in mir weiß gar nicht, was sie davon halten soll http://twitpic.com/9iky1

Die Mail war nicht von mir, ich habe auch keine Ahnung was da drin steht, aber das Gehabe ist auch unabhängig davon bemerkenswert, wie doch die Geschichte Andreij Holms anderen zum identitären Zuwachs dient.

zum Klassenbegriff einiger bei WBA und Gentrifizierungsgegnern

Es gibt eine besitzende Klasse, denen der Besitz genommen wird – wenn auch nur kurzfristig.

zu Megaspree

Die Demonstration für die Profitsicherung der laufenden Betriebe aus dem Unterhaltungssektor in Spreenähe ist vorbei. Die Aktion der Abtreibungsgegner und der Ruf nach dem starken Staat sind neben der offenen Kapitalismusapologetik Punkte, die diejenigen, die sich selbst zu jeder Gelegenheit als emanzipatorisch, irgendwie links, kritisch oder gar antikapitalistisch zur Schau stellen mal überdenken sollten. Soweit her scheint es mit Reflexion und Kritik der herrschenden Verhältnisse nicht zu sein, wenn es um Feierei und Drogenkonsum geht. Die ideologische Funktion der Kulturindustrie in ihrer Anwendung.

Da kann ich mich nur dem Genossen Starblog anschließen:

SO NICHT! Eure Kultur ist scheisse!

Megaspree versenken!

dazu:

starblog
el
unkultur

edit: hier das Video zur Kunstaktion „Berlin treibt ab“ des Megaspree Bündnisses.

edit: von kulturindustriellen Nachwehen nicht ganz geschärft ist es mir tatsächlich entgangen, daß das Baby einen Farbwechsel bekommt. Ja, ich geben zu, ich hab das Video ungesehen dazu editiert. Da Lahmachun das ganze gleich aufgefallen ist, verlinke ich zum Kommentar darüber hier anstatt das mit aufzuführen. Der Künstler Ernst Handl, verantwortlich für diese Aktion, war bis 1984 Mitbetreiber des Kulturraumes „SO 36″. Was da so alles draus entspringt.

annalist meint

Himmel und Hölle für Marxisten und andere Intellektuelle

Schlimm so Marxisten und andere Intellektuelle – vor allem für ex-Hausis.

Holm dichtet

So wird aus dem Gerücht einer Brandstiftung der Rigaer 84, neben dem es allerhand andere Gerüchte gab – und das nicht nur von Seiten des Klassenfeindes, auf seinem Blog kurzerhand Brandstiftung.

Dazu von der Seite der R84 selbst:

die R84 war für mehr als 17 jahre ein bestandteil der rigaer straße, der durch das feuer am 28.05.2007 aufgehört hat zu existieren. laut aussage der kripo sind die ermitlungen zur brandursache abgeschlossen. es steht fest, daß das feuer in einem abgeschlossenen raum auf dem dachboden ausgebrochen ist, der als siebdruckraum genutzt wurde. weiterhin wurden keine rückstände von brandbeschleunigern gefunden und der auslöser des feuers soll ein kurzschluss in den leitungen oder in geräten gewesen sein, die sich dort in dem dachbodenraum befunden haben.

Das Hausprojekt hat sich während der Instandsetzung des Hauses nach dem Brand übrigens selbst aufgelöst, nachdem einige ehemalige Bewohner kein Interesse an einem erneuten gemeinsamen Projekt hatten.

nach anfänglich guter soli-arbeit ist bei vielen ex-bewohnerInnen schnell die ernüchterung eingetreten. nach einigen monaten intensiver suche nach einer schnellen lösung mußte festgestellt werden, daß diese nicht in aussicht ist. insbesondere die rechtliche situation gestaltete sich erheblich komplizierter als erwartet. ein weiteres problem waren die differenzen im politischen kontext, welche zu einer zersplitterung der ex-bewohnerschaft sorgte.
so wurde auf dem letzten plenum ende november 07 beschlossen, die verträge gegen eine zahlung von 84.000 euro gesamtsumme aufzulösen. die verhandlungen mit dem hausbesitzer gestalteten sich als schwierig, er drohte uns gerichtlich die verträge nehmen zu wollen. laut unserem anwalt hätten diese feststellungsklagen zum großteil erfolg gehabt. zusätzlich hätten wir natürlich auch gewisse hausratsbeseitigungskosten in fünfstelliger höhe zu tragen, wenn wir die klagen verlieren würden. die rechtlich instabile situation der verträge, der finanzielle druck der klagen, sowie die tatsache, daß es keine homogene gruppe gab, die die R84 von den nichtzurückkehrenden übernehmen wollte, waren wohl für viele der insgesamt 19 vertragsinhaberInnen auslöser ihrer entscheidung. die meisten der vertragsinhaberInnen haben das geld in ein R84-memorial-fond eingezahlt, woraus zinslose direktkredite für hausprojekte in friedrichshain angeboten werden.

Daß Holm hier seine heißgeliebte Gentrifizierungsthese absichtlich mit wissentlicher Falschinformation daherlügt ist so dermaßen billig, daß er die Leser seines Blogs für vollkommen verblödet halten muss. Zitiert er doch selbst indirekt von der Seite der R84 indem der „Brandstiftung“ mit dem dort archivierten Artikel aus dem ND verlinkt.

Am Ende entblödet sich dieser Sozialdemokrat nicht mal mit nem Marxzitat um sich zu schmeißen, den er an anderer Stelle nicht mal verstanden hat:

Stehen doch die Aufwertungsprozesse exemplarisch für die Unterwerfung städtischer Gebrauchswerte unter die Verwertungslogik des Kapitals und fordern die wohnungspolitischen Initiativen letztendlich nichts weniger als die Dekomodifizierung der Wohnungsversorgung.

Als ob vor einer Aufwertung städtische Gebrauchswerte nicht der Verwertungslogik des Kapitals unterworfen gewesen wären und sich dort eine idyllische antikapitalistische Blase befunden hätte. Marx muß er ja auch nicht verstehen, das gehört in die „Perspektive linker Theoriedebatten“, die er ja nicht führt.

Aber abschreiben kann er. Dann mal ein Marx Zitat raushauen – da kann man seinen eigenen theoretischen Mangel mittels Autoritätszitat in hippe Radikalität kleiden, um bei der Zielgruppe mal wieder für Popularität zu sorgen.