Archiv für November 2008

90s Revival

Es ist da, engültig und unausweichlich. Was bei Malente noch geil im Club kommt, weil der eben alte Belgiensamples für die Breaks benutzt und ansonsten einen Up-To-Date Sound fährt und auch der eine oder andere Remix aus der Bloggerszene, wie Super Mal’s Remix des 91er Übertunes Some Justice/Ruff Justice von Urban Shakedown, ganz o.k. ist, das bekommt jetzt schon einen schalen Beigeschmack:

The Prodigy are back! Das ganz so, daß eingefleischte Prodigy Fans jubeln werden. Nach dem letzten Flop „Outnumbered“, der aber ein einfaches Update auf den aktuellen Sound war, wurde von den ganzen Fans schon beheult, daß das einfach nicht Prodigy wäre. Als ob vorher von denen ein Album auch nur so geklungen hätte wie eines der Vorgänger!

Jetzt ist es also so weit, die Fanbase wurde erhört und Prodigy kopieren sich selber. Das ist nicht mal ganz richtig, den „Warriors Dance“ ist billigster Rip Off – da leg ich doch lieber das Original auf als so einen Mist. Die Fans wird’s freuen und mehr verkaufen als „Outnumbered“ wird es bestimmt.

The Prodigy – Warrior’s Dance

The Prodigy – World’s On Fire

Auf prodigy.com gibt es mit „Invaders Must Die“ noch einen free Track – allerdings nur für ein paar Tage. Wer den will, sollte den gleich ziehen.

Ich fand eh nur „Experience“ gut. „Warrior’s Dance“ ist ein Rip-Off von Tru Faith/Pin Up Girls „Take Me Away“ und „World’s On Fire“ sampled das Main Theme der Belgien-Überhymne „Outlander“ von The Vamp.

Raven Gegen Deutschland – Saint Pauli Remix – Malente Re-Edit

Malente – Bassmassaker! Malente hat eine Re-Edit von Saint Paulis Remix des Egotronic Stückes „Raven Gegen Deutschland“ auf dem Berlin Battery Blog.

Kalkül und Wahn, Vertrauen und Gewalt: Von der “Finanzkrise” zum autoritären Staat

Kalkül und Wahn, Vertrauen und Gewalt: Von der “Finanzkrise” zum autoritären Staat – Vortrag und Diskussion mit Joachim Bruhn (ISF).

Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Gleichwohl: Die Gesellschaft der totalen Konkurrenz ist in heller Panik, sie wird sich zersetzen und zerstören. Unmöglich noch kann sie die Bedingung der Möglichkeit ihrer eigenen Existenz aus sich selbst heraus reproduzieren: der vollendet autistische Selbstbezug des Kapitals, die losgelassene Akkumulation um der Akkumulation willen, die „”Plusmacherei”“ (Marx) rutscht ins historische Minus, zerbricht an sich und eben daran, daß die Gesellschaftlichkeit der Individuen als Subjekte bloß auf dem generalisierten Ausschluß aller durch alle gründet, der, eben in den Formen von Wert, Geld, Kapital den totalen Einschluß stiftet, d.h.: die gesellschaftliche Synthesis als vollendet negative. In der Panik wird sich die falsche Gesellschaft ihres eigenen Widersinns inne, allerdings in einer nur noch verrückteren Form, einer Form, die das bankrotte Kalkül der Ökonomie vermittels des Wahns der Politik zu therapieren verspricht, tatsächlich zu überbieten sucht: der Form eines paranoiden Souveräns, der den Triumph des Willens über den kapitalen Sachzwang beschwört und so gerade die Angst vor dem Chaos schürt, darin die Flucht nach vorn anpeitscht und so auf den autoritären Staat provoziert, auf den Ausnahmezustand, d.h. auf die ursprünglich faschistische Situation: denn nichts anderes ist der „”Preis des Marktes“” als das politisch, vermittels des Gewaltmonopols auf Leben und Tod erzwungene Opfer der Individuen.

Joachim Bruhn ist Mitglied der Initiative Sozialistisches Forum. Von ihm erscheint demnächt: „Was deutsch ist. Zur kritischen Theorie der Nation“ (ça ira: Winter 2008).

Mittwoch 26.11.
20:00 Uhr
Tristeza – Pannierstr. 5 Berlin (U Hermannplatz)

Justice live oder wie der wireless Midi-Controller eingeführt wurde

wenn der Schein zum Sein wird

via de:bug

neosignal mix dl

Phace und Misanthrop mit einem Showcase ihres neuen Labels und den üblichen Verdächtigen, wenn es um Neuro geht.

Tracklist:

01. Misanthrop ‚‘Moon Clouds'‘ (Neosignal Dub)
02. Phace & Noisia ‚‘Sore Point'‘ (Neosignal Dub)
03. Phace ‚‘Alive'‘ (Subtitles 069)
04. Misanthrop ‚‘Factory 5′‘ (Neosignal Dub)
05. The Green Man ‚‘Berlin (Phace Remix)'‘ (Basswerk Dub)
06. Misanthrop ‚‘Black Rain'‘ (Neosignal Dub)
07. Phace & Misanthrop ‚‘Hyzer'‘ (Subtitles 068)
08. Mayhem ‚‘Injection'‘ (SLR Dub)
09. Phace ‚‘Cold Champagne'‘ (Neosignal 001)
10. Calyx & Teebee ‚‘Warrior VIP'‘ (Dub)
11. Noisia ‚‘Crank'‘ (Vision Dub)
12. Phace & Misanthrop ‚‘Fortune'‘ (Subtitles 068)
13. Misanthrop ‚‘Viperfish VIP'‘ (Subtitles 069)
14. Phace & Misanthrop ‚‘Offcenter (Vocal VIP ft. Mecha)'‘ (Dub)
15. Phace & Misanthrop ‚‘Mammoth'‘ (Neosignal Dub)
16. Phace ‚‘Astral Projection'‘ (Neosignal 001)
17. Bulletproof, Cern, Misanthrop & Phace ‚‘Vulcan'‘ (Cyanide Dub)
18. Noisia, Sabre & Icicle ‚‘Quarters'‘ (Dub)
19. Noisia ‚‘Strange Owl'‘ (Metalheadz Dub)
20. Spor ‚‘Claret’s March'‘ (Lifted Dub)
21. Noisia ‚‘Stigma'‘ (Vision Dub)

>>>download – direct download geht bei dogs on acid anscheinend nicht, weshalb hier auf die doa Seite verlinkt wird. Dort ist ein Interview mit neosignal zu finden und unten kann der Mix gezogen werden.

www.neosignal.de
www.myspace.com/neosignalaudio
www.myspace.com/phacephunks
www.myspace.com/misanthrop25

Cold Champagne von der neosignal 01 geht so ab. Dicker Tune.

Egotronic / Frittenbude Release Konzert Mitschnitt

Auf ligx gibt es über Torsuns Blog von drei Kameras aufgenommen das Hamburger Konzert mit Frittenbude, Egotronic und Rampue aus dem Übel&Gefährlich in voller Länge als Aufzeichnung.

Am Anfang ist da doch einiges von meinem Eröffnungsset zu hören – wobei zu sehen ist, wie sich das ganze füllt und ich das harte Stück Arbeit vollbracht habe vor dem Konzert schon Leute zum tanzen zu animieren. :) War nicht so einfach, aber wenn bei Frittenbude das Gespringe losgeht, dann ist es besser, wenn das Publikum schon aufgewärmt ist.

Hier nochmal ein Dankeschön an Egotronic, Frittenbude, Rampue, Artur, Lars von Audiolith, Plemo, Saint Pauli, an die ganzen Leute von den jeweiligen Clubs und vor allem auch an MT Dancefloor, mit dem auflegen sehr viel Spaß gemacht hat.

auch Medien bekommen Geschlechter

Besser gesagt bekommen Medien ein heteronormatives Profil. Da es nun mal eine klare Sache ist, daß Mädchen einfach einen anderen Zugang zu Technik haben (und ich dachte immer die haben gar keinen – zum Glück haben dann richtige Wissenschaftler entdeckt, daß er halt einfach nur anders ist), so muß man diese Technik eben auch gendern.

In Bezug auf den Computer dominiert bei Jungen zum Beispiel ein eher experimenteller und spielerischer Umgang, während sich die Mädchen ihm unter pragmatisch-instrumentellen Vorzeichen nähern. (Stolzenburg/Bahl 1999, S. 131).

Zum Glück gibt es Projekte wie MediaGender, die eine Geschlechtertrennung und zugeteiltes Rollenverhalten nicht nur verstehen, sondern aktiv daran mitarbeiten das auch noch zu perfektionieren. So finden gegenderte Menschen und gegenderte Technik zueinander und alles ist toll. Nicht die Gesellschaft formt das Rollenverhalten aus – nein, die Gesellschaft reagiert nur drauf, es ist halt in den Menschen drin.

Warum MediaGender? Das frage ich mich auch.

Touren ist kein Hobby!


endlich erstürmten die antisexisten die bühne.

Mein erstes Wochenende mit Audiolith auf Tour ist vorbei. Leipzig war voll und besser hätte die Releasetour wohl nicht starten können. Super Stimmung von Beginn an. Frittenbude haben wieder gezeigt, daß sie eine geile Liveband sind. Egotronic haben so das schon total feiernde Conne Island übernommen und dann noch mal eine Steigerung hinbekommen. Danach war das Conne Island merklich aufgeheizt. Torsun und Rampue gaben dann den Premiereauftritt ihres neuen gemeinsamen Projektes „1 foot in da rave“. Der ersten Tune der beiden von Torsuns Blog war ja nicht so ganz mein Fall, aber was die beiden sonst so gespielt haben wußte völlig zu überzeugen und so gibt es nun eine weitere gute Möglichkeit, wenn es heißen soll: bitte raven sie hart. Rampue zum Schluß machte ordentlich Druck und so übernahmen MT Dancefloor und ich eine gute Party. Gegen halb sechs folgte Resom. Wir verließen dann das Conne, da ja Mittags dann schon der Rückweg anstand. Es sah aber nicht so aus, als ob die Party bald vorbei gewesen wäre.

In Berlin habe ich leider nicht die ganzen Shows mitbekommen, die Stimmung wärend der Konzerte war top. Leider war der Durchhaltenwillen nicht so groß wie am Abend davor, so daß gegen 5 dann das letzte Tanzbein stillstand. Ich habe von einigen Seiten positives Feedback zu meinen Mixen bekommen, was natürlich freut. Danach erst mal das ganze Gerät nach Hause verbracht. Im Anschluß daran dann irgendwann aufgebrochen und im Stadion die Niederlage von Fortuna bei Fliegercola beobachtet. Ich bin etwas regenerationsbedürftig.