Archiv für September 2008

Plattentasche nicht vergessen

live at Dance Dance Dance! dl

der Livemitschnitt von dem kurzen 40 Minutenauftritt

enjoy

Tracklist:

Cross The Dancefloor (Alex Metric Remix) – Treasure Fingers
Groundhog – Noisia
Cowbois (Dilemn Remix) – Shadow Dancer
To Protect And Entertain (Crookers Dub’n’Vocalz) – Busy P
Rave On – Don Rimini
Fucked Up (Stupid Fresh Remix) – Moston And Malente
Mash It Up (Shir Khan Remix) – Young Punx
Punani (Coconut Wireless Remix) – Sarah Walker
In Hamburg Sagt Man Jaja (Saint Pauli Remix) – Caracho
Dooms Night (Azzido Da Bass Edit) – Crookers vs. Azzido Da Bass
Salmon Dance (Coconut Wireless Remix) – The Chemical Brothers
Harder Lava Better Lava – Daft Punk vs. Boys Noize
Junkyard (Vandalism Remix) – Potbelleez
Lemon Chocolate Cheesecake (Ed Kane Remix) – Krakajax
Back At The Club (Boy 8-Bit Remix) – Pomomofo

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in eigener Sache

Sa., 27.09. Party@Monster Ronsons *Panik&Entsetzen DJ Team & Scheckkartenpunk*

so siehts aus

den antiimp-test hat sie also bestanden, obwohl sie in einem typischen prenzlberg-laden räucherstäbchen gekauft hat.

Polarity – Syntax release free dl

Polarity released sein Syntax Album auf Producer Networks. Produktionstechnisch absolut high level, aber das war nicht anders zu erwarten, erzählt Polarity seine Version von D‘n'B 2008 und überrascht. Sehr schönes Album, welches für den Anfangsmonat für umsonst angeboten wird. Schöne Idee.

Über das Release

„Polarity“, welcher lange Zeit musikalisch verschwunden war und nur sporadisch hier und da auftauchte, ist zurück um seine Sicht auf Drum and Bass mit seinen Erlebnissen und Visonen auf dem Album „Syntax“ zu vermischen.

„Syntax“ das ist seine Art mit Hörern zu sprechen, sich auszudrücken, zu sagen „mich gibt es noch“. „Syntax“, das ist ein tragischer Blick auf den Dancefloor, mit der Dramatik der frühen Tage und der Technik von morgen. „Syntax“ nimmt mit auf eine Reise durch weite Räume, analoge Klanggebilde und rotzige Funkbeats.

Wegweisend auch die Veröffentlichung als kostenloser Download für alle Musikliebhaber in höchster Qualität. Musik ist Freiheit in jeder Hinsicht. Musik muß an die Ohren. Musik ist Ausdruck und sollte nicht zum Produkt verkommen. Polaritys „Syntax“ ist einfach, mit einer Aussage und Sehnsucht an die Zukunft.

>>> „get it“

besserscheitern

Man stelle sich vor wie sie ihm verträumt ins Ohr säuselt „Amüsiert sein heißt einverstanden sein“. Er streicht ihr darauf die Haare aus dem Gesicht blickt tief in ihre Augen und sagt „Ich weiß schon Baby, die Jazzmaschine stampft ewig.“

Wenn nicht gewußt was ausgedrückt wird, aber es unbedingt sein soll

…dann sollte zu „unkorrekter“ Symbolik gegriffen werden (hier aus dem Pool bedienen), für die andere „eine Lanze gebrochen“ haben. Denn wenn der Symbolgehalt nicht bekannt ist, dann ist es ja auch halb so schlimm diese Symbole zu benutzen. Es geht ja schließlich um’s identitäre Posen – um irgendwie links sein, wenn auch nicht so genau bekannt ist, was das denn dann genau sein soll. Das ist aber auch nicht so wichtig, schließlich kann von der „Emo-Linken“ (nicht schlecht) nicht erwartet werden, daß sie sich mit Inhalten auseinandersetzt.

Deshalb ist dann auch ein infantiles Symbol von Antispes dümmster Sorte irgendwie ok, denn Amerikaner sind ja sowieso schlimmer als die Deutschen und weil Linke ja keine Christen sind kann dann symbolisch schon Zustimmung gegeben werden, wenn zwei Flugzeuge wegen ein paar Burgern in zwei Hochhäuser krachen. Tiere fühlen und leiden wie wir und dafür können dann schon mal Amis über die Klinge springen. Alles gute kommt von oben und schließlich sind die Amerikaner per se ja für so Übel wie fundamentalistische Christen verantwortlich. Alles halb so schlimm. Schlimmer als die Amis ist dann aber ein „U.S.Panzer-Geiler Theoretiker“ wie tee oder auch einblog. Die beiden haben bestimmt auch schon dieses Quartet daheim, so geil wie die sind bestimmt auch schon durch die Boosterpacks gepimpt.

Sehr wichtig für Emo-Linke und solche, die es werden wollen: irgendein Problem mit dem Kapitalismus haben, ausdrücken einer diffusen Bereitschaft zur Militanz und Mackersymbole sind völlig ausreichend. Das Zueigenmachen von Inhalten ist nicht nötig und kann außerdem nur zu Problemen führen, wenn andere getroffen werden, die auch ein Problem mit dem Kapitalismus haben, militant und mackerig sind – sich allerdings nicht als emo-links verstehen, sondern ihrer Nation dadurch zum Erfolg verhelfen wollen. Immerhin sind die nicht so schlimm wie die Amerikaner.

Aber gönnerhaft werden dann für andere Linke zwei Argumente gelten gelassen. Zum Beispiel die Vermittlungsebene. Die Vermittlungsebene eines Symbols befördert dann ja doch einen angedeuteten Inhalt. Aber dabei ist nicht wichtig, was für Inhalte da angedeutet werden, das muß als Emo-Linker nicht interessieren, sondern diese Inhalte könnten doch tatsächlich andere verschrecken. Und genau das will ja keiner, wenn Bereitschaft zur Militanz und Mackertum symbolisiert wird. Im Gegenteil wurde sich ja mit diesen Symbolen bestückt, um identitär eine Zugehörigkeit zu generieren, bei der bloße Nutzung von Symbolen zu Anerkennung führen soll. Wird diese dann versagt, weil es tatsächlich Linke gibt, denen Inhalte wichtig sind, so wird dann halt auf ein Symbol verzichtet, eine inhaltliche Auseinandersetzung ist nicht nötig – wieso auch, die Inhalte des Symbols wurden ja schon vorher nicht geteilt.

Das andere Argument: es fühlt sich jemand (dessen Meinung einem wichtig sei) davon gestört. Warum sich jemand davon gestört fühlt ist uninteressant – das einzig wichtige ist, daß derjenige gemocht wird. Die Emo-Linke hat es also mit den Argumenten wie mit den Symbolen: bezeichnender Weise geht es um’s Gefühl nicht um Inhalte.

Auch deshalb ist es eigentlich unverschämt, wenn irgendwelche Atzen dann meinen, daß eigene inhaltliche Positionen in der Linken was zu suchen hätten. Das Gegenteil ist der Fall, persönliche Positionen sind einfach mal zu akzeptieren, egal welche Inhalte sie haben, schließlich weiß die Linke ja: es ist alles konstruiert. So wird dann flux aus der Emo-Linken noch eine Pomo-Linke, die dann aber auch davon nicht mal eine Ahnung hat.

Das ist aber auch nicht nötig, denn das Che Poster ist noch im Keller und im Duchlauf der linken Theorieschmiede im Uniumfeld wurde ja dann offensichtlich alles gelernt, was als Emo-Linker so nötig ist.

Fundstücke 11

Walter Frosch – größer als Beckenbauer

Berühmtheit erlangte er wegen seiner 27 gelben Karten in 37 Spieleinsätzen der Zweitliga-Saison 1976/1977. Aufgrund dieser damals noch ungestraften Karteninflation führte der DFB bald darauf die automatische Spielsperre nach vier (heute fünf) gelben Karten ein.

hingehen

Abtreibungsverbot (§218) abschaffen / Gegen christlichen Fundamentalismus
Kundgebung: “Smash 218 // Gegen christlichen Fundamentalismus”
Am 20.09.2008, 11.30 Uhr auf dem Platz vor dem Roten Rathaus (Berlin, Neptunbrunnen)
Achtung, neuer Ort: Spandauer Str. / Ecke Karl-Liebknecht-Str.

Wenn Lebensschützer mit 1000 Kreuzen schweigend für die Fremdbestimmung marschieren, so ist diesen christlich-fundamentalen Reaktionären und ihrer Inszenierung eine emanzipatorische Abfuhr zu erteilen. Die AUF-Partei (Arbeit, Umwelt und Familie) gerade frisch im Januar 2008 gegründet hat bei dieser Kampagne ihren ersten öffentlichen Auftritt. Waiting hat schon die passende Willkommensparole, den kompletten Aufruf gibt es hier.

Bei immomentvorbei gibt es auch jede Menge Infos zum Thema.

free Ghostly Swim Compilation

Adult Swim und Ghostly International haben zusammen eine hörenswerte Compilation zum freien Download veröffentlicht. Der Name ist…? logischer Weise „Ghostly Swim“.

>>>download

11.09. Rampue, Ira und Mashbox im Bang Bang Club

Wieder mal ein Job für zwischendurch:

live: IRA & RAMPUE (Elektro / Berlin, Kassel)
Erstklassige elektronische Tanzmusik von der Kasselerin Ira mit der bezaubernden Stimme und ihrem Produzenten Rampue, der auch Mitstreiter von PLEMO ist.
www.myspace.com/musicbyira
www.myspace.com/etmtrash

Party: Supershirt machen einen auf DJ. Fällt ihnen überhaupt nicht schwer. Als MASHBOX DJ-TEAM machen sie Party hinterm DJ-Pult mit Mashups-Bastardbeats-Disko-Elektro.
“Wir nennen es Parteey” ist gerade eben erschienen, ein Album voller Mashups.

DJ WILD ZERO macht einen auf Resident und gibt Indie-Dancepunk-Elektroclash dazu.

22-24h 6€ / danach 3€

Bang Bang Club, Berlin-Mitte, Hackescher Markt

Traktor 3 Studio Tutorials

Ein youtube Tutorial für Native Instruments Traktor 3 Studio, bis jetzt sind 7 Teile erschienen. Für den einen oder anderen, der sich für digitales Mixing interessiert mit Sicherheit interessant. Native Intruments hat auch gerade eine Aktion laufen – Traktor 3 Studio kostet momentan nur die Hälfte des regulären Preises.

#2 Überblick
#3 Einstellungen
#4 Die Decks
#5 Der Filebrowser
#6 Library
#7 Effectsection

Die nächsten Wochen werden wohl noch einige dazu kommen. Das wird dann sicherlich in dem Profil ersichtlich sein.

13.09.08 d-science im Mikz


d-science floor:
keaton [aka the usual suspect]
feindsoul [sidechain music]
stanislas [steppaz convention]
vocal talent:
semtex emcee [SRB entertainment]
hosted by:
d3xtro & roly [d-science]

electro floor:
the schlechtboys [f.u.c.]
talentfrei [klub kreutziger]
crss [ertrinken im club]
scheckkartenpunk [rave ist kein hobby]

Die üblichen Verdächtigen sind von Haus aus allesamt keine Kinder von Traurigkeit. Besonders Keaton, der den Geläuterten mimt, ist ziemlich angefressen. D3xtro, Roly und der Scheckkartenpunk wollen zurückschlagen und haben auch schon was ausbaldowert, denn Keaton soll mit dabei sein und Stanislas soll ihn überreden, um auch mitmachen zu dürfen …

Die D-Scientisten verflechten zwei Floors geschickt durch einen permanenten Wechselgesang elliptischer Erzählblasen. Einmal bewegt sich die Party auf dem Drum&Bass-Floor beim Dialog zwischen Keaton, Feindsoul, Stanislas, D3xtro, Roly und Semtex MC. Dann wieder auf dem Electro-Floor, von dem man sich erhofft, dass er Aufschluss gibt über das, was so lange nebulös im Verborgenen bleibt. Dafür sorgen The Schlechtboys, Talentfrei, crss und der Scheckkartenpunk.

Viel mehr kann man erstmal nicht sagen, ohne die Katze aus dem Sack zu lassen. Deshalb gilt ab hier strikte Spoiler-Warnung. Und obwohl diese Party wahrscheinlich keine alternativen Lösungen im Sinn hat, sind solche bei sachter Überdehnung des Interpretationsspielraums durchaus möglich und auch legitim, vor allem, weil die intendierte bei genauer Betrachtung zuweilen stark hinkt. Das Publikum ist inhärenter Bestandteil dieser Party. Seine substanzielle Rolle wird einem, wenn nicht schon beim „Verhör“, dessen Zustandekommen überhaupt fragwürdig ist, dann aber spätestens am Ende deutlich.

Die d-science Session „Die üblichen Verdächtigen“ im MIKZ zeichnet sich durch ihre handwerkliche Klasse, eine nicht nur nominell starke Besetzung, einen Score, der die dichte Atmosphäre adäquat unterstützt und ein solides Drehbuch aus, dessen dramaturgische Spirenzchen aber auf abstrusen Unwahrscheinlichkeiten fußen, die dem gesunden Menschenverstand kaum eine wirkliche Chance lassen. In Anlehnung an Captain Renaults Anweisung aus „Casablanca“ sagen wir: „Round up the usual suspects!“

Text: Roly

Wer will da noch Vinyl?

Bratze:

Später Roisin Murphy war eine Riesenenttäuschung. Die hatte bei jedem Lied andere Klamotten an und wirkte auf mich wie eine billige Kopie von Jeanette Biedermann.