die Liebe zum Feminismus ist nichts was gerecht wäre

Daß sich Liebe und Gerechtigkeit gegenseitig ausschließen ist etwas auf das Zizek immer wieder hinweist.

Die Liebe zum Feminismus treibt deshalb auch so manche ungerechte Blüte, die dann aber auch wieder schön zeigt, daß Feminismus nichts mit einer grundsätzlichen Kritik der bestehenden Verhältnisse zu tun hat, sondern darauf aus ist gefälligst den als berechtigt empfunden eigenen Anteil am jetzigen Ganzen zu bekommen.

Da gibt es eine Firma, die relativ echt aussehende Sexpuppen, sogenannte Realdolls herstellt und die diese in ihren Marketingtexten wie folgt bewirbt:

If you’ve ever dreamed of creating your ideal partner, then you have come to the right place.

Dieser Satz generiert einen feministischen Aufschrei, denn der „ideal partner“ kann nur in zweierlei Möglichkeit gemeint sein und beide stehen dem Interesse von Feminismusfans entgegen:

- Der „ideal partner“ als Ersatz für die reale Frau.
- Der „ideal partner“ in Konkurrenz zur realen Frau.

Während das erstere eine falsche Empörung hervorruft, denn schließlich könnte mit einer Puppe ja nicht interagiert werden, die ganze menschliche Komponente wäre nicht gegeben – eben, und deshalb ist die Empörung über eine Puppe, die in marketingtechnisch üblicher Übertreibung versucht wird zu verkaufen obsolet – macht die zweite Möglichkeit Feminismusfans sehr viel mehr Angst. Eine tatsächliche freiwillige Partnerschaft mit einer Puppe ist etwas, das so völlig gegen die normativen Vorstellungen verstößt, daß derjenige, der das wünscht als gewaltige Bedrohung wahrgenommen wird.

Aber ich finde es doch sehr bedenklich, wenn auch eigentlich garnicht verwunderlich, mit welchen Argumenten diese Firma Kunden anheuert. Es scheint somit doch auch Männer zu geben, die eine solche Partnerin als erstrebenswert ansehen.

Doch denken wir mal weiter. Offenbar hat diese Werbestrategie Erfolg.
Und das, liebe Damen und Herren find ich tendenziell beängstigend, nicht zuletzt des stolzen Preises wegen.

Um diese Bedrohung abwenden zu können wird dann diese Wahl des Partners als Abnormität stigmatisiert und patologisiert.

Ich könnte mir vorstellen, dass Männer, die *Angst” vor Frauen haben, sich so eine Partnerin wünschen. Nicht, weil sie dominieren wollen, sondern weil sie Angst haben, dominiert zu werden.

Irgendwie ist es aber schon ein bedenklich, sich eine Puppe zu kaufen, weil man keine Freundin findet.

ich habe nur heraus gestellt, wie dieses Unternehmen seine Frauen körperlich nachempfundenen Puppen bewirbt, und was das im Umkehrschluss über den ein oder anderen Kunden aussagt.

Da bei solchen Äußerungen dann doch selbst ein Umbehagen zu spüren ist wird jedoch die ganze Zeit betont eigentlich nur den Marketingtext kritisieren zu wollen. Wieso dann die Psychologisiererei über mögliche Käufer dieser Puppen, wenn nicht aus Unbehagen, weil diese von der eigenen normativen Setzung abzuweichen scheinen? Nein, das Problem ist der „Ersatz“ der echten Frau durch die Puppe und das ist abnorm. Nicht daß so ein Puppenliebhaber irgendjemanden schädigen würde, wenn er eher mit ihr glücklich ist als mit einer echten Frau. Wenn er in einem Objekt seine Erfüllung findet, so ist daran doch nichts auszusetzen. Es sein denn das Subjekt würde doch eine Sehnsucht spüren Objekt zu sein und sich dann darüber beschweren, daß es gefälligst auch als Objekt wahrgenommen werden will – und zwar als besseres perfekteres Objekt als das Objekt selbst. Das klingt absurd und völlig diametral feministischer Argumentation? Eben und genau deshalb wäre eine Empörung über Puppenliebhaber ebenfalls obsolet, gäbe es nicht die Orientierung am bürgerlichen Wertekanon. Schließlich wollen Feminismusfans ja die Gleichberechtigung innerhalb der bürgerlichen Werteskala. Daß es Zeiten gab, als Frauen selbst Probleme mit dem bürgerlichen Wertekanon hatten und beispielsweise als promiskuitiv in die Psychatrie eingewiesen wurden ist schon „lange“ her. So lange her, daß die Kritik an so einer Denke vergessen scheint und jetzt in das selbe Horn gestoßen wird, wenn in der Puppe eine Konkurrenz zur Frau ausgemacht wird und der Puppenliebhaber wieder auf den bürgerlich-normativen Kurs gebracht werden soll.

Auch sehr schön und zwar nicht unbedingt typisch für Feminismusfans aber doch bei so einigen eine immer wiederkehrende Begleiterscheinung: das Ausmachen allen Übels bei den Männern – klar wo sonst? Sowohl im Text als auch in den Kommentaren taucht immer wieder die Unterstellung auf, daß Männer diese Puppen kaufen würden (machen sie bestimmt) und daß Männer Probleme mit „echten“ Frauen hätten. Was so eine gescheite Frau ist – nein, die kauft sich kein Sexspielzeug und schon gar nicht so eine Puppe, auch nicht die männliche oder die she-male Variante – nein, die sind ganz klar für die schwule Käuferschaft. Frauen dürfen keinen Spaß mit Puppen haben, weil das dann nicht mehr in die Kritik der Feminismusfans paßt. Patriarchalen Strukturen kann so einiges angelastet werden, aber daß Feminismusfans Frauen das Recht auf Spaß mit Sexspielzeug absprechen ist dann doch nicht deren Schuld, es sei denn die patriarchalen Strukturen manifestieren sich im Feminismus.

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16 Antworten auf “die Liebe zum Feminismus ist nichts was gerecht wäre”


  1. 1 dissi 05. Juni 2008 um 13:15 Uhr
  2. 2 Matze 05. Juni 2008 um 14:43 Uhr

    Da steckt mein Post drüben erstmal lange in der Moderationsschleife, und dann werde ich hier noch als Negativbeispiel zitiert für dieses Posting, auf das eh niemand reagiert hat.

    Mist, Arschkarte gezogen :(

  3. 3 hghgh 05. Juni 2008 um 15:07 Uhr

    So ein Blööödsinn! Der einzige der hier seine Liebe und Erfüllung im Objekt findet bist Du, an Deinem Laptop. So eine Hirnwichser- und erzwungene Thesenaufstellerei. Pseudophilosophil!!!

  4. 4 scheckkartenpunk 05. Juni 2008 um 15:19 Uhr

    ja, das argument überzeugt mich.

  5. 5 w 05. Juni 2008 um 20:10 Uhr

    das mädchenblog ist nicht den feminismus, und nebenbei gibt es auch dort wirklich fitte leute, die den dumpfies auch paroli bieten (versuchen)*. insofern finde ich die verallgemeinerung von einer blog-disko auf DEN feminismus sehr gewagt, und auch überhaupt nicht naheliegend. du würdest ja auch nicht vom bad-blog auf DIE antideutschen schließen.

    im übrigen hast du unkulturs kritische nachfrage, soweit ich sehe, nicht beantwortet, die ich nochmal zuspitzen möchte: gibst du in der diskussion nicht das schlichte negativ der eingangspostingdummheit ab, quasi in verteidigung der künstlichkeit gegen die natur, und verkennst darin, dass beides soziale konstruktionen sind, die aufgrund ihrer gesellschaftlichkeit auch herrschaftlichen charakter aufweisen? konkret also, dass gummipuppensex keineswegs pervers oder a priori verurteilenswert ist, aber doch durchaus etwas mit einer gesellschaft zu tun hat, in der männer herrschaft über frauen beim sex ausüben und sie tendenziell zu passiven löchern reduzieren (möchten), die nur noch zur penetration dienlich sind. und dass darin natürlich auch eine angst und eine unfähigkeit steckt, sich mit einem gegenüber auseinanderzusetzen, einen anderen willen wahr- und ernstzunehmen und sich über dieses ‚andere‘ auch mit sich selbst auseinandersetzen (und: verändern) zu müssen?

    * mal ganz abgesehen vom breiten spektrum radikaler feministischer theoriebildung von ursula beer über regina becker-schmidt und gudrun axeli-knapp bis zu luce irigaray (die namen hier nur als anregung zum nachlesen, nicht als posing aufgezählt)

  6. 6 w 05. Juni 2008 um 20:12 Uhr

    btw:
    die trennung von form und inhalt ist doch auch ein alter trick, um kritik wegzuwischen. wie leicht es idr selbst in online-foren und blogs möglich ist, auf das soziale geschlecht der postenden zu schließen, zeigt doch wie eng beides zusammenhängt.

  7. 7 scheckkartenpunk 05. Juni 2008 um 21:12 Uhr

    ich bestreite die anwesenheit von herrschaftsstruktur und auch -denke bei den verfassern des marketingtextes keineswegs. nur zielt der artikel keineswegs darauf ab. dort ist die kritik des marketingtextes nur vorgeschoben, um sich über die käufer zu mokieren – zwar vorsichtig und immer wieder relativierend – aber doch erkennbar. der zweck des artikels war nicht die kritik der herrschaftsstrukturen und deren manifestation in der gesellschaft sondern der fingerzeig auf die käufer. schon deshalb wird immer wieder darauf hingewiesen gerade dies nicht tun zu wollen. wenn ich das nicht will, so schreibe ich doch schon so, daß dieser eindruck gar nicht erst entstehen kann. in den kommentaren zeigt sich dann doch auch, daß dem doch so ist und die käufer immer wieder thematisiert werden.

    daß die denke der marketing experten schon den sexuellen zugriff beinhaltet und damit verfügungs- und gewaltphantasien, läßt sich herauslesen. nur ist es eben wie beim feminismus – nur weil es da solche fantasien gibt bedeutet das nicht, daß jeder käufer so ticken muß. dieser kann auch einen puppenfetisch haben oder einfach so seinen spaß suchen. aus welchem grund auch immer er seine obsession auf ein solches objekt auslagert.

    eine pauschalisierung auf DEN feminismus findet in meinem text als dem objekt der ausgesuchten liebe statt, ja. genau diese liebe verhindert ja eine differenzierte betrachtung, welche zum einen dazu geführt hätte sich länger mit den motiven der käufer zu beschäftigen als auch letztendlich die kritik viel stärker auf die verfasser des marketingtextes sowie der gesellschaft und zustände zu fokussieren, die eine solche denke ermöglichen.

    ob aber jetzt gummipuppensex genau die manifestation dessen ist, daß männer in dieser gesellschaft in ihrem sexuellen zugriff frauen nur auf löcher reduzieren (möchten) – genau das gälte es doch zu untersuchen. schon allein, daß es auch männliche puppen und auch she-males gibt erfordert doch eine eingehendere betrachtung als eine reduzierung auf das schema „mann->zugriff auf objektivierte frau“. schließlich haben auch frauen zugriff auf diese gummipuppen – und ob diese nicht genutzt werden, diesen nachweis kann ich nirgends finden. so lange gehe ich davon aus, daß das so ist – so wie frauen auch vibratoren, dildos oder anderes sexspielzeug kaufen.

    es sei denn es wäre definiert, daß der aktive zugriff immer ein männlicher ist – wodurch auch jede frau in einer aktiven rolle mann wäre. so einen kram, der die frau in eine immerwährende passive rolle drängt lehne ich aber ab – ich sehe da kein argument für.

    somit bleibt meiner meinung nach eine generelle fantasie des machtvollen zugriffs auf ein objekt sexueller obsession. inwiefern der nun schädigend für andere sein soll verschließt sich mir bis jetzt und ich habe darauf ja auch keine antwort bekommen. so lange aber keine schädigung anderer erfolgt sehe ich keinen grund über die käufer zu psychologisieren, außer eigenen problemen der psychologisierer, welche sie gerne externalisieren wollen. nämlich das problem, daß dieses verhalten dem eigenen normenkanon nicht entspricht.

    viel wichtiger wäre es doch zu untersuchen warum so eine denke in dem marketingtext steckt und warum diese gesellschaft gummipuppensex produziert, wenn es denn so sei, daß dieser nicht „normal“ wäre sondern die manifestation herrschaftlichen charakters. und dann wäre immer noch die gesellschaft zu kritisieren, welche es individuen unmöglich macht sich mit dem gegenüber auseinanderzusetzen.

    danke für die literaturtips. momentan bin ich dahin gehend zwar ausgelastet, aber ich merke mir das vor.

    ob eine umfassende kritik der verhältnisse, die auch die problematiken des feminismus mitbeinhaltet überhaupt als feminsismus benannt werden kann, wäre auch noch zu klären. schließlich beschränkt sich diese bezeichnung und zielt dann doch darauf ab unter bestimmten prioritäten die jetzigen verhältnisse so zu reformieren, daß bei diesen eine ausgeglichenheit hergestellt wird. ob das so gelingen kann bezweifle ich und wenn, dann ist das nicht das was ich will.

  8. 8 Laura 05. Juni 2008 um 23:50 Uhr

    „…daß Feminismus nichts mit einer grundsätzlichen Kritik der bestehenden Verhältnisse zu tun hat“

    es gibt ‚den‘ feminismus nicht. natürlich gibt es fem. strömungen, die über bestehende verhältnisse hinausweisen. dass die heute marginalisiert sind, stimmt. das aber ist kein grund, zu pauschalisieren.

  9. 9 w 06. Juni 2008 um 23:48 Uhr

    only some points:

    „daß die denke der marketing experten schon den sexuellen zugriff beinhaltet und damit verfügungs- und gewaltphantasien, läßt sich herauslesen. nur ist es eben wie beim feminismus – nur weil es da solche fantasien gibt bedeutet das nicht, daß jeder käufer so ticken muß. dieser kann auch einen puppenfetisch haben oder einfach so seinen spaß suchen. aus welchem grund auch immer er seine obsession auf ein solches objekt auslagert.“

    naja, da wirds doch schon beliebig. „einfach so seinen spaß suchen“ – humor ist eine ernste sache, und sex erst recht, „einfach so“ und unvermittelt gibts inna da totalität nicht, und das weißt du (an anderer stelle) auch.

    „welche zum einen dazu geführt hätte sich länger mit den motiven der käufer zu beschäftigen als auch letztendlich die kritik viel stärker auf die verfasser des marketingtextes sowie der gesellschaft und zustände zu fokussieren, die eine solche denke ermöglichen.“

    verstehe nicht wieso du so stark auf den texter/autor abstellst, ist das nicht auch personalisierung? die grauen eminenzen aus ffm sprachen ja einst vom „zirkel aus manipulation und rückwirkendem bedürfnis“, und in diesen zirkel sind die konsument_innen doch ebenso wie die produzent_innen und distributor_innen eingeschlossen.

    „schon allein, daß es auch männliche puppen und auch she-males gibt erfordert doch eine eingehendere betrachtung als eine reduzierung auf das schema “mann->zugriff auf objektivierte frau”.“

    auf männer, die sich der weiblichen puppe, passt das schema aber. und selbst wenn keine zahlen zur verfügung stehen: ich schwör (alta!) dass diese kombi die weitem häufigste ist, dieser rückschluss liegt nach vergleich mit der restlichen sexindustrie sehr nahe.

    „schließlich haben auch frauen zugriff auf diese gummipuppen – und ob diese nicht genutzt werden, diesen nachweis kann ich nirgends finden. so lange gehe ich davon aus, daß das so ist – so wie frauen auch vibratoren, dildos oder anderes sexspielzeug kaufen.“

    joa, frauen sind halt auch keine präsozialen, unbeschädigten subjekte – das zu behaupten, würde ja geradezu den sexistischen mythos von der nähe des weibes zur natur mitmachen. klar haben die auch ihre unterwerfungs- und dominanzfantasien und begehren, allerdings idr anders ausgeprägt und -gelebt als bei männlich sozialisierten subjekten.

    „somit bleibt meiner meinung nach eine generelle fantasie des machtvollen zugriffs auf ein objekt sexueller obsession. inwiefern der nun schädigend für andere sein soll verschließt sich mir bis jetzt und ich habe darauf ja auch keine antwort bekommen. so lange aber keine schädigung anderer erfolgt sehe ich keinen grund über die käufer zu psychologisieren“

    wieso, haben die käufer und nutzer etwa keine psyche?
    das, was mit der gummipuppe ausagiert wird, ist doch vermutlich nichts, was völlig paralelle zur oder jenseits der sonstigen charakterstruktur existiert, sondern integraler (verheimlichter) teil davon. also ausdruck einer generellen tendenz einer konkurrenzbasierten gesellschaft, sich monadenförmig von anderen abzukapseln, andere zu zerstören/vernichten/unterwerfen zu wollen, andere „zu ficken“, das gegenüber nicht als mensch mit existenzberechtigung und individualität an sich zu sehen, unfähigkeit eigene schwäche und bedürfnis nach zärtlichkeit vor anderen und sich einzugestehen usw.

    „außer eigenen problemen der psychologisierer, welche sie gerne externalisieren wollen. nämlich das problem, daß dieses verhalten dem eigenen normenkanon nicht entspricht.“

    das mag durchaus bei den meisten puppenkritiker_innen der fall sein und dem sollte mit einer kritik begegnet werden, die sextoys usw. als bereichernde entfaltungsmöglichkeiten zur auslebung von lust verteidigt und enttabuisiert.

    „ob eine umfassende kritik der verhältnisse, die auch die problematiken des feminismus mitbeinhaltet überhaupt als feminsismus benannt werden kann, wäre auch noch zu klären. schließlich beschränkt sich diese bezeichnung und zielt dann doch darauf ab unter bestimmten prioritäten die jetzigen verhältnisse so zu reformieren, daß bei diesen eine ausgeglichenheit hergestellt wird. ob das so gelingen kann bezweifle ich und wenn, dann ist das nicht das was ich will.“

    das ist halt verkürzter unsinn und lediglich auf einen teil des fem. spektrums gemünzt korrekt. feminismus kann sich durchaus auch als negative kritik verstehen, die untrennbar mit antikap. einhergeht, siehe ursula beer, oder aus einer ganz anderen ecke roswitha scholz (wertabspaltungstheorem).

  10. 10 w 07. Juni 2008 um 0:03 Uhr
  11. 11 Laura 07. Juni 2008 um 11:33 Uhr

    wie schon bei den mädchen geschrieben: männl. puppen werden derzeit nicht vertrieben von diesem unternehmen. du, scheckkarte, kannst jetzt noch mutmaßen, dass die kundinnen eben i.d.r. weibl. puppen kaufen. dann wird es halt ein bisschen lächerlich.

  12. 12 hartmann 07. Juni 2008 um 13:33 Uhr

    Ok, aber was ist jetzt die Erkenntnis? Die Puppen sind Angebote für Männer. Männer haben eine Schwanz-fixierte Sexualität, die auf Penetration von Objekten abzielt. Lese ich „just like a woman“ ist die psychische Disposition der Puppenliebhaber aber keineswegs eindeutig. Da reicht das Spektrum von Sensibilität, Angst, Zurückhaltung, Rückzug (wo steckt da Sexismus drin? sind das jetzt Täter oder Opfer?) bis Hass alles mögliche zu finden. Womöglich ist es aber analog zur Totalität schwierg Sexismus an Einzelphänomenen nachzuweisen, wo es um diesen ungreifbaren Gesamtzusammenhang geht.

  13. 13 Laura 07. Juni 2008 um 13:51 Uhr

    „The exploited and the exploiters are both in the same boat as are the prisoner and his guard: they both threaten each other and hate each other, they both have to be afraid of the other’s attacks. So men are afraid of women and they only pretend they are not“.
    http://www.uta.edu/huma/illuminations/kell8.htm

  14. 14 isabelle 07. Juni 2008 um 20:35 Uhr

    ausnahmsweise gebe ich waiting mal recht, wegen einem blöden mädchenblog-artikel den feminismus zu beschimpfen finde ich ziemlich blöd. das klingt wie dieser männer-bewegungs-scheiß.

  1. 1 Wartezeit überbrücken … :: Feminismusliebe und Gummipuppensex :: Juni :: 2008 Pingback am 07. Juni 2008 um 0:11 Uhr
  2. 2 12.000 Sexpuppenliebhaber können nicht irren - Eine Soziologie der synthetischen Liebe « homo sociologicus Pingback am 11. November 2008 um 21:40 Uhr
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