Mayday – ein Hilferuf

Der 1. Mai – ein Tag voller revolutionärer und anderer Demos. Ich wollte mir das Treiben der Mayday auf dem Boxi näher ansehen. Allerlei illustre Menschen, unter anderem – Salty hat sie auch entdeckt – FDJ-Fans. Die Spechblasenschilder, bekannt aus den Werbeaktionen davor, standen auch schon bereit. Auf diesen gab es dann auch inhaltlich um was es den Unzufriedenen ging.

Mein Lieblingsschild: „Everyday I wake up on the wrong side of capitalism.“ So schnell kann man was lernen: der Kapitalismus hat zwei Seiten und eine ist die richtige. Da ist es natürlich völlig berechtig auf die Straße zu gehen, wenn man jeden morgen auf der falschen Seite aufwacht. Vielleicht könnte man sich aber auch besser über mangelnde Unternehmerförderung beklagen. Dann wäre der Schritt auf die richtige Seite einfacher und es könnten endlich selber Arbeitskraftverkaufende ausgebeutet werden. Als Kapitalist ist der Kapitalismus schon’ne tolle Sache. Nun, mein Interesse ist das nicht und so verließ ich denn die Demo wieder bevor sie sich gesammelt hatte, um einen Kaffee zu trinken. Nachher erfreute ich mich der Sonne auf einer Wiese, fragend wieso es Leute gibt, die sich statt das schöne Wetter zu genießen, lieber in einer Masse durch die Stadt latschend beschweren, daß der Kapitalismus sie gefälligst auch auf die richtige Seite zu lassen hätte. Mir scheint eine Abschaffung des Ganzen einzufordern immer noch sinnvoller. Aber vielleicht habe ich den revolutionären 1. Mai auch nur nicht verstanden.

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8 Antworten auf “Mayday – ein Hilferuf”


  1. 1 classless 01. Mai 2008 um 23:40 Uhr

    Echt, nicht mal auf der Seite mit der Privatinsel und dem eigenen Space Shuttle aufwachen?

  2. 2 scheckkartenpunk 02. Mai 2008 um 12:09 Uhr

    das wäre ja trotzdem die falsche seite

  3. 3 justajoke 03. Mai 2008 um 4:14 Uhr

    …vielleicht solltest du aber auch in einen witzig gemeinten spruch nicht zu viel reinlesen – außer den scherz auf den classless schon hingeweisen hat
    …und vielleicht solltest auch nicht einen spruch den eine person in ein schild geschrieben hat als aussage für die ganze demo generalisieren
    Und als Alternative: Wie wärs mir dem Spruch auf dieser Sprechblase: http://media.de.indymedia.org/images/2008/05/215435.jpg

  4. 4 saltzundessick 03. Mai 2008 um 12:23 Uhr

    genau. ein wunderbares allerlei an schildern und parolen. da gibts nichts zu ‚generalisieren‘. nationalstaatsfahnenverbot auch aufgehoben, mindestens 10 tibetfahnen.

  5. 5 saltzundessick 03. Mai 2008 um 16:42 Uhr
  6. 6 Nicos 10. Mai 2008 um 16:00 Uhr

    *gähn* Die vielen Schilder mit Kommunismusbezug haste anscheinen übersehen. egal.

  7. 7 scheckkartenpunk 13. Mai 2008 um 0:02 Uhr

    ach ja, dann hat man gefälligst über andere schilder hinwegzusehen. wann wir schreiten seit an seit..

  1. 1 starblog Trackback am 03. Mai 2008 um 20:05 Uhr
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