Archiv für März 2008

Musik für umme

Mal wieder auf Beatport, darunter Boys Noize „The Battery“ und der Tim Deluxe’s Killeremix von Alter Ego „Why Not!“.

Alles zu finden unter dem Labelnamen „94466665″.

in eigener Sache

kompletter Elektrofloor die ganze Nacht :)

Rosis, Revaler Straße, F-Hain

Musik für umme

MT Dancefloor von Saalschutz hat jetzt einen eigenen Blog. Da gibt es gleichmal ein Busta Rhymes / Der Tante Renate Mash Up als 320 Kb/s download.

Richtig guter Start.

Heute Abend noch nichts vor?

TEREOHEROES
live electronics . house . ghetto tech . electrochoc . fr

FRITTENBUDE
live . täschno . trash . punk . munich/de

JACK TENNIS
dj set . elektro . new rave . berlin battery

TEAM RECORDER
dj set . indie . electro . intro . berlin

KEANOU RAVES
dj-set . elektro . new rave . coop entertainment . berlin

THE INTERGALACTIC HUFDISKO
dj-set . dance . disco . poptronics

Cobretti Mp3 Shop – neue Alben

Cobretti haben ihren Mp3 Shop aufgefüllt:

1. Rampue – Elektronische Tanzmusik
2. Johnny Kasalla – Vier Fäuste in der Disco
3. Tomarcte – Pocketronic
4. Weichnachten mit Cobretti – Sampler
5. Captain Capa – These fights are never over

Ich habe ja schon etwas länger darauf gewartet, kaufe ich doch Musik nur noch als Files. Zumal ich zum Auflegen sonst alles konvertieren oder sogar erst digitalisieren müßte. Cobretti veröffentlichen nicht nur äußerst sympatische elektronische Musik sondern bieten diese in ihrem Shop für unglaubliche 0,49 Euro pro Track an. Dazu kommt dann auch noch ein guter Kundenservice. Nachdem ich nach dem Einkauf ein kleines Problem mit den fälschlicher Weise in niedriger Bitrate eingestellten Files hatte, nahm Cheffe DJ Kante das ganze gleich unverzüglich selbst in die Hand.

Hier geht’s zum Shop:

COBRETTI: SCHEISSE, KORRUPT, AGGRESSIV – kann ich nur empfehlen.

das Marketing ist endlich in den Achtzigern angekommen

Do., 8. Mai 2008: 13. Deutscher Trendtag
Identitätsmanagement – Anerkennung statt Aufmerksamkeit

Die Ökonomie der Aufmerksamkeit ist tot! Es reicht nicht mehr, laut und anders zu sein. Das kann heute jeder. Zukünftig zählt Anerkennung. Wir sind soziale Wesen. Wir wollen gemocht, respektiert und geschätzt werden. Der Applaus unserer Wahlverwandtschaften sichert unseren Status.

Früher formten uns Arbeit, Familie und Religion. Identität war statisch. Heute fehlt uns Tradition. Wir definieren Identität dynamisch.
In Zeiten des Web 2.0 wird Identität zur Management-Aufgabe. Die Frage „Wer bin ich?“ wird ersetzt durch „Wer will ich sein?“. Je nach Publikum spielen wir unterschiedliche Rollen. Erfolgreiche Rollen optimieren wir und akzeptieren sie als Teil von uns.

Ein-Weg-Kommunikation verliert weiter an Relevanz. Nicht das Produkt, sondern der Konsument steht zukünftig im Mittelpunkt. Kundenbeziehungsmanagement wird zur wichtigsten Aktion der Markenführung. Statt ein statisches Bild der Marke in den Köpfen zu verankern, geht es zukünftig stärker darum, die Markenidentität in der Interaktion mit dem Kunden zu leben.

Die Auswahl des richtigen Publikums ist entscheidend. Anders als Aufmerksamkeit besteht Anerkennung aus dynamischen Austauschprozessen:
Wer Anerkennung sucht, muss selbst anerkennen. Diese banale Erkenntnis hat gravierende Folgen für Unternehmen und Institutionen.

Die bürgerliche Identität aufgrund „traditioneller“ Zwänge wie Arbeit, Familie und Religion fehlt uns also – mir würden diese Zwänge keinesfalls fehlen, allerdings ist mir bisher entgangen, daß sich diese aus der gesellschaftlichen Realität verabschiedet haben. Der Text bietet ja auch gleich die Pendants dazu an: Rollenspiel, Wahlverwandschaft und das heilige Web 2.0 aufgrund derer die Identität, selbstherrlich dynamisch definiert, gerettet werden kann. Diese wird dann auch alsgleich objektiviert, um als Management-Gegenstand kontollierbar zu sein.

Die unsinnige Diskussion um haluzinierte verschiedene und selbstgewählte Identitäten, die gewechselt werden wie bei anderen das Hemd ist im Marketing der neue Hype. Der Quatsch des 80er/90er Internethypes wonach einjeder einfach Identitäten wechseln könnte wie es ihm beliebt, worüber dessen jubelnde Anhänger wie beispielsweise Sherry Turkle endlos dicke schlechte Bücher schrieben, findet neue Anhänger. Auch die Erkenntnis, daß der vormoderne „traditionsgeleitete“ Sozialcharakter über den „innengeleiteten Typus“ der bürgerlichen Moderne immer stärker von einem postindustriellen „außengeleiteten“ Sozialcharakter abgelöst wird ist in der Soziologie spätetens mit David Riesman seit Mitte der 60er beschrieben.

Dazu kommt die neue angesagte Haluzination „Web 2.0″ – als wenn da nicht einfach endlich technologische Möglichkeiten zur Verfügung gestellt wurden, die das ewige seit der Nutzung des Internets durch die Öffentlichkeit bestehende Versprechen der Partizipation besser teileinlösen. Als ob ein bisschen Javascript mit Serverkommunikation und Datenbankanschluß einen solchen Durchschlag auf das Subjekt hätten, daß dieses plötzlich nicht mehr identisch mit sich selbst hilfesuchend im Supermarkt des Marketing nach vorgefertigten Identitätsangeboten Ausschau hält. Rollenspiel und Maskerade – zwei dem Marketing zweifelsfrei sehr gute Bekannte – als Fata Morgana wechselnder Identität. Ein Wunschdenken, daß sich anscheinend so hartnäckig hält wie der Glaube an den guten Kapitalismus.

Ein Mann und eine Frau sitzen getrennt voneinander vor einem Rechner und „begegnen“ sich im Internet. Jeder von ihnen gibt vor dem gegenteiligen Geschlecht anzugehören. In der Abwesenheit der Körperlichkeit im Netz scheint wohl für die Wunschdenker der Punkt der Erfüllung zu liegen. Diese Abwesenheit tut aber überhaupt nichts zu Sache. Der Mann wird die Frau im Netz als Rolle immer so spielen, wie er subjektiv Frauen und deren gesellschaftliches Bild als Mann bisher wahrgenommen hat – die Frau wird den Mann ebenso spielen. Ein völlig anderes Verhalten in der Rolle liegt außerhalb des Erfahrungshorizontes, der Zugriff darauf bleibt den Akteuren verwehrt. Der Mann spielt also sein Bild einer Frau – also sich selbst mit ein paar anderen Akzenten in der Schwerpunktsetzung – er ist überhaupt nicht in der Lage etwas anderes als seine Projektion von Frau zu spielen. Damit ist er im Spiel jederzeit mit sich selbst identisch. Das gleiche gilt für Frauen und ihren Zugriff auf die Männerrolle. Jederzeit im Spiel weiß der Akteur wer er ist, wo er sich befindet und wer er sein wird, wenn das Spiel beendet ist. Keinesfalls wird er nach dem Spiel orientierungslos erwachen und aus Mangel an der eigenen Identität die der gespielten Rolle annehmen.

Der Text strotzt in der Tat von banalen Erkenntissen und falschen Schlüssen daraus – daß dadurch auch nur irgendwelche gravierenden Folgen entstehen ist wiedermal das Wunschdenken sogenannter Marketingexperten, die endlich mal statt einer Blase Substanz haluzinieren wollen.

Einzig und allein die Virtualisierung der Abstammungsideologie als virtuelle Blutsbande der Wahlverwandschaft und der Statussicherung durch diese zeigt, daß Marketingtexter nicht in abgehobenen Luftblasen herumschweben sondern fest in der deutschen Mittelmäßigkeit verankert sind.

die Generation Star Wars kommt zum Zuge

das sieht doch so richtig nach imperialem AT-AT Walker aus:

3 Tage wach – noch ein Remix

der Märkisches Viertel Metalmeister Equal kommt auch noch mal mit einem Remix:

Rave ist kein Hobby! – Hedonismusfalle – download

Der Märzmix ist fertig. Noch rechtzeitig für’s verlängerte Ravewochenende und auch als Einstimmung für Frühlingsgefühle.

Trackliste:

XTCboy (rampue rmx) – egotronic feat.plemo & tina
we 1,2 rock (malente rmx) – moonbootica
popcorn – plemo
reveal (coconut wireless rmx) – paul phelan
nightwalker – felix lupus
cops on coke (strider rmx) – stylus rex
razorblade (malente dub) – coburn
bump body bop (64 bit rmx) – paradox 3000
why not?! (tim deluxe rmx) – alter ego
daily disco (boys noize rmx) – lützenkirchen
play it loud – far too loud
the best revenge (alex gopher retaliation dub) – fisherspooner
diskozizin – siriusmo
message to love (alex metric rmx) – sharam jey

>>>neuer download!!!

22. März – in eigener Sache

The Hideout pres. Frühlingsgefühle, ex-liberty, Bad Kreuznach

Einführung in die Antipsychiatrische Theorie – 12. März K9

Auch ich war auf dieser beispielsweise hier angekündigten Veranstaltung. Die Antipsychatrischen Theorien kannte ich in ganz groben Ansätzen aus einer Einführungsvorlesung zu Gilles Deleuze und Felix Guattari, die ja doch einiges lesenswertes fabriziert haben. Also lag es nahe diesen Grobanriß auf der angebotenen Veranstaltung etwas zu vervollständigen. Das dann gebotene Szenario entäuschte allerdings und wird von Dissidenz so gut beschrieben, daß eine eigene Ausführung obsolet wird. Dazu gibt es eine gute Recherche zu Punkten, die in Einwürfen aus dem Publikum kamen sowie zu den Bemerkungen einer seltsamen Besucherin, die in der Anschlußdiskussion ein sehr surreales Moment generierte, hatte ich die von ihr angesprochenen Thematiken so nicht an dem Abend erwartet, aber wie bei Dissi zu lesen ist lag das eher an meiner Unkenntnis der Materie als an der Thematik selbst.

Kritische Stimmen gab es schon im Vorfeld, wie hier bei Raumzeit.

oO Guitar Hero

Guitar Hero war das Spiel wegen dem ich mir eine PS2 geholt habe. Bin trotz meiner Begeisterung für die Spielidee weit von dem hier entfernt:


via torsun

3 Tage wach – erste Remixe

und noch mehr remixe auf polaritys myspace

favourite: 3 Tage Wach (Aggro Blumen Remix) & 3 Tage Wach (Techno Opas Remix)

digital DJing

Seit einiger Zeit bin ich ja auch umgestiegen und möchte auch auf gar keinen Fall mehr zurück zu tonnenschwerem Plastik. MP3s vom Laptop und Vinylcontrols für das unbeschwerte Handling beim Auflegen. Die Vorteile liegen auf der Hand: MP3s sind schnell verfügbar, es ist unproblematisch Releases von Netlabels zu spielen, der ganze Dubplatemist mit seinen überteuerten Cutpreisen hört auf und das unleidige Problem ausgerechnet den Track daheim gelassen zu haben, der gerade jetzt im Club dann doch der bessere gewesen wäre hat sich erledigt.

Tanith hat hier einen Erfahrungsbericht mit seinem Rane Serato Scratch und eine gute Auflistung von MP3 Shops:

Für Rane Serato gibt es auch ein Video-Plug In.

auf Kandel gibt es einen Erfahrungsbericht zu M-Audio Torq:

Native Instruments Traktor Scratch Testbericht gibt es bei de:bug und salection:

Auf Salection gibt es noch Tests einiger weiterer Vinyl-Controll-Systeme.

Traktor soll wohl was Hardware und Latenz betrifft am weitesten vorn sein. Ich bleib mangels Geld bei Final Scratch 1.5 und komm mit den Latenzen zurecht. Bei der Qualität der verwendeten MP3s gibt es Meinungsverschiedenheiten – wobei außen vor bleibt, daß die meisten Clubs recht miese Anlagen haben und 192 Kb/s ausreichen würden. Ich bevorzuge 320 Kb/s – Wav muss nicht sein, das hört im Club eh niemand.

mit Bratze seh ich besser aus…

Danke Norman.