Rave ist kein Hobby #6: auf den Punkt

Mein Job für Freitag war ja schon länger in der Pipeline. Das RAW war richig gut gefüllt, nicht zu voll, genug Platz für Menschen mit Tanzbedürfnis. Musikalisch gab es eine Zeitreise von vorgestern (alte Techstep Klassiker) bis morgen (dickes Geknüppel von Bad Matter). Ein durch und durch guter Abend, der mich davon absehen ließ noch einen Zweitjob beim 11-jährigen Icon Jubiläum mit Ed Banger wahrzunehmen.

Am Samstag war eigentlich Familienparty, aber mir stand dann doch der Sinn nach anderem. Ich hatte ausgesprochen Lust zu arbeiten und so war die bewusste Entscheidung heute in die absolute Hölle der Kapitalismusversöhnung zu steigen: die Kulturindustrie mit all ihren Verlockungen zur Regeneration für Lohnarbeit. Punkt!

So ein Punkt unterstreicht ja die Absichtserklärung – manchmal reicht allerdings auch ein halber, die endgültige Absolutheit sollte der Kulturindustrie ja doch verwehrt werden. Also ins Icon – an der Tür eine für mich eher erfreuliche Nachricht: Goldie kommt nicht, der Eintritt wurde dafür extrem reduziert. Wieder ne 2 Euro Party. Ist das der Berliner Trend für den Winter? Das Icon war dann auch sehr unterhaltsam, allerdings hatte sich noch ein wichtiger Auftraggeber angemeldet: Koze in der Panoramabar – harter Job, aber so eine Herausforderung hat ja was und Koze bringts ja auf den Punkt. Aber erst noch mal ein kleiner Umweg über’s Acud. Hier war ich dann doch versucht für den Pannebarjob ein Team zu rekrutieren, da arbeiten dann bekanntlich mehr Spaß bringen kann. Ich ließ mich dabei zu einer kleinen Schwärmerei mit Punkt aber ohne Komma hinreißen, schließlich war Koze bisher immer vom Auftritt im damals gerade eröffneten Click! in Hamburg über seinen unglaublich Gig in Stuttgart, bei dem es 11 Uhr einen Einlaßstop wegen Beinaheüberfüllung gab noch nie enttäuschend. Dann endlich aber eigentlich doch schon wieder viel zu spät Aufbruch.

Leider von Koze dann nur noch ne knappe halbe Stunde mitbekommen. Die war aber erwartungsgemäß gut. Wir entschieden uns noch länger zu bleiben. Irgendwann kam dann Alter Ego’s „Why Not?!“ und das eigentlich eher unwahrscheinliche passierte. Ich schwang beide Tanzbeine und ließ das dann auch bis 13 Uhr nicht mehr bleiben. Erschöpft und dummerweise ohne Sonnenbrille dann heimwärts. Richtig guter Arbeitstag – Punkt sei dank.

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1 Antwort auf “Rave ist kein Hobby #6: auf den Punkt”


  1. 1 Currykhan 10. Dezember 2007 um 18:47 Uhr

    Respekt. Du wirst zum richtigen Arbeitstier. Soviel Arbeit würde mich umbringen, glaub ich. ;-)

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