Henryk M Broder auf SPON

Barth ist quasi ein Kollateralschaden der Demokratie.

Witz mit Barth

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1 Antwort auf “Henryk M Broder auf SPON”


  1. 1 unkultur 28. November 2007 um 14:59 Uhr

    Neben dem kulturkonservativem Artikel von Henryk M. Broder geht es heute abgeklärter weiter in der FAZ zum Thema Barth mit „Der Siegeszug des unmodernen Mannes“ von Jörg Thomann. Darin wird der Artikel von Broder aufgegriffen und belächelt: „… rächt sich mit dem Genreklassiker der Publikumsbeschimpfung: Barth ist doof, seine Witze sind doof und sein Publikum ist es auch…“ Das ist zumindest eine wesentlich routiniertere Art mit dem Phänomen Barth umzugehen, als zu bejammern, dass unsere Demokratie durch die Unterschichten kaputtgemacht würde. Wer mit welcher Intention Medien kritisiert, würde ich da mal fragen, und wem dieser „Unterschichtsmedien“-Diskurs nützt.
    Ein anderer Gedanke, der mir daran anschließend kam: Medienkritik ist selbst fester Bestandteil der Massenmedien geworden. Ob das NDR-Magazin „Zapp“ oder die „Medien“-Seiten in Tageszeitungen, die Massenmedien beschäftigen sich zunehmend mit sich selbst. Ist das jetzt gut oder schlecht? Vorsichtig optimistisch formuliert würde ich da ganz vage behaupten, dass hier eine Selbstaufklärung stattfindet, die u.a. von Adorno (insb. in seinen medienpädagogischen Schriften) eingefordert wurde. Dass der Einfluß von Medien kritisiert wird. Andererseits ist das nur in einem gewissen Rahmen möglich.

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