Chavez als inszenierter Antifaschist

Manche feiern ihn jetzt ja so richtig ab, nachdem er auf Aznars Vergangenheit hingewiesen hat, die zweifelsfrei darauf schließen lässt, dass die Bezeichnung Aznars als Faschist mehr als gerechtfertigt ist. Es wird Chavez bei elser beispielsweise sogar „antifaschistische Aktion“ zugeschrieben. Dabei wird mal wieder klar, dass Medienrezeption ohne kritische Hinterfragung nur eines bewirkt: Medienopfer. Chavez weiß das auch und spielt natürlich schön damit. Dabei sind die Opfer in ihrem Jubel nicht mal mehr in der Lage den absurden Hintergrund zu erkennen, vor dem sich das ganze Spektakel abspielt, sondern arbeiten an ihrer eigenen Inszenierung als tolle Antifaschisten, die sich natürlich mit dem Zuspruch zu solchen Aktionen selbst aufladen möchten.

Der Ceresole Sympathisant und Verteidiger Chavez als Antifaschist! Kurz zu Ceresole: der Robert Faurrisson Freund, Neofaschist und Holocaust-Leugner, stand Chavez beratend zur Seite – der sich auch ideologisch an ihm ausgerichtet hat, schrieb für ihn das Buch „Caudillo, Ejército, Pueblo: la Venezuela del Comandante Chávez“ (1999) und wurde von Chavez als guter Freund und großer Intellektueller bezeichnet. Detailierter kann das beispielsweise bei Wikipedia nachgelesen werden.

Wird jedoch auf Chavez‘ Hintergrund hingewiesen, so hagelt es Unterstellungen von Querfrontopfern, wie hier in den Kommentaren nachzulesen.

Was sich da als Teil einer Linken inszeniert, gegen diesen Teil muss leider sogar der Kapitalismus verteidigt werden.

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30 Antworten auf “Chavez als inszenierter Antifaschist”


  1. 1 elser 12. November 2007 um 20:35 Uhr

    „Was sich da als Teil einer Linken inszeniert, gegen diesen Teil muss leider sogar der Kapitalismus verteidigt werden.“

    Dann verteidige mal schön den Kapitalismus und den König und was weiß ich nicht noch alles… Wobei ich den Zusammenhang ehrlich gesagt nicht verstehe: Chavez „entlarvt“ Aznar völlig zurecht als Faschisten. Das habe ich (zugegeben mit einem Augenzwinkern) gelobt. Warum man deshalb den Kapitalismus vor Chavez verteidigen muss leuchtet mir nicht ein!?

  2. 2 scheckkartenpunk 12. November 2007 um 20:41 Uhr

    der kapitalismus muss LEIDER eher gegen bestimmte kommentatoren verteidigt werden – ausserdem habe ich ja auch geschrieben, dass aznar zu recht so bezeichnet wurde und den könig hab ich mal gar nicht verteidigt.

    das absurde an dem spektakel ist doch:

    ein faschistensympatisant bezeichnet einen anderen faschisten als „faschist“ und antifaschisten (oder solche, die sich so begreifen möchten) fallen auf die inszenierung rein.

    dabei wird einem bei einem berechtigten hinweis unterstellt, dass mehr soziale teilhabe und faschismus gleichgesetzt würden. nur, um weiterhin chavez zujubeln zu können.

  3. 3 scheckkartenpunk 12. November 2007 um 20:52 Uhr

    Zusatz: Naja Chavez ist für mich so fragwürdig – dessen Vision von Nicht-Kapitalismus will ich nicht erleben. So nen Mist hat ich schon mal.

    Eigentlich nicht mal fragwürdig – Chavez‘ Praxis ist per se abzulehnen. Ich hab keinen Bock auf Führer.

  4. 4 elser 12. November 2007 um 20:53 Uhr

    „der kapitalismus muss LEIDER eher gegen bestimmte kommentatoren verteidigt werden“

    Ich bin der Meinung der Kapitalismus sollte NICHT verteidigt werden, weil er nicht verteidigungswürdig ist. Oder was ist für dich daran das verteidigungswerte? Der Hunger? Der Krieg? Die Lager oder die Armut?

  5. 5 scheckkartenpunk 12. November 2007 um 20:56 Uhr

    Ich werde den Kapitalismus nicht gegen die Diktatur eines Faschismussympatisanten eintauschen. Ich hätte gerne was besseres als Kapitalismus.

  6. 6 Anonymous 12. November 2007 um 22:04 Uhr

    Wer is Chavez?

  7. 7 scheckkartenpunk 12. November 2007 um 22:08 Uhr

    oO ??? Hugo Chavez

  8. 8 difficultiseasy 12. November 2007 um 23:35 Uhr
  9. 9 MPunkt 13. November 2007 um 11:37 Uhr

    Elser hatte Deinen Fehler schon benannt, scheckkartenpunk, ohne dass Du darauf eingegangen wärst. Selbst mal unterstellt, diese Linken machen da einen Fehler in der Einschätzung von Chavez – dann folgt daraus doch nur, diesen Fehler zu kritisieren. Du nimmst aber einen Gegenstandswechsel vor und gibst den als ein Argument für den Kapitalismus aus: Weil Linke Fehler machen, ist der Kapitalismus zu verteidigen. Und das ist Quatsch, weil Gründe dafür, den Kapitalismus zu verteidigen, schon aus diesem selbst bestimmt werden müssten.

  10. 10 scheckkartenpunk 13. November 2007 um 12:12 Uhr

    „Was sich da als Teil einer Linken inszeniert, gegen diesen Teil muss leider sogar der Kapitalismus verteidigt werden.“

    Nochmal genau lesen bitte – da wechselt kein Gegenstand.

  11. 11 dissi 13. November 2007 um 13:16 Uhr

    das problem ist hier doch wieder mal die definition von „links“. und während studierende in venezuela (die ebenfalls als „faschisten“ bezeichnet wurden, weil sie ja als demokraten quasi die sozialistische vision konterkarieren) zurecht gegen die allmächtigungsgesetze des chavez demonstrieren, sind anderswo auf dem planeten aus dem puren egoismus der eigenen klischees viele „linke“ selber berauscht von chavez‘ vision von führer, herr und volk („sozialismus oder tod“).
    super, aber für die betroffenen sicher eine no-go-area, ist auch dieser artikel aus der bahamas:
    Äquivalenzprinzip, Almosen, Antisemitismus
    Venezuelas Petro-„Sozialismus des 21. Jahrhunderts“
    http://www.redaktion-bahamas.org/auswahl/web52-1.htm

    darin wird auch des scheckkartenpunks hinweis auf die lächerlichkeit, ausgerechnet chavez als antifaschisten zu bezeichnen, ausführlich ausgeführt.

  12. 12 scheckkartenpunk 13. November 2007 um 14:37 Uhr

    @mpunkt: pol pot ist einer deiner helden oder?

  13. 13 G-Punkt 13. November 2007 um 15:56 Uhr

    @mpunkt: pol pot ist einer deiner helden oder?

    Wie kommst du darauf?

  14. 14 scheckkartenpunk 13. November 2007 um 16:02 Uhr

    ich komm da gar nicht drauf – das war ne frage und keine behauptung

  15. 15 Besserscheitern 13. November 2007 um 16:38 Uhr

    Achtung Gegenstandswechsel! Vielleicht sollten einige mal Brechts Maßnahme lesen, um dann noch mal darüber nachdenken zu können was das Problem mit Chavez ist.

    Bye the Way: Vielleicht geht der Satz mit dem Kapitalismus inhaltlich nicht so hundertprozentig klar, immerhin tut ein Herr Chavez ja überhaupt nichts im Sinne einer Abschaffug des allgemeinen Warentauschs. Aber die sprichwörtlichen getroffenen Hunde bellen ja von hier bis zu den Planetengirls. Immerhin.

  16. 16 T-Punkt 13. November 2007 um 17:23 Uhr

    @ Scheckkarte

    Bomberpilot ist dein heimlicher Berufswunsch, oder?

  17. 17 scheckkartenpunk 13. November 2007 um 17:45 Uhr

    Nein, aber im Gegensatz zu anderen würde ich aufgrund deiner Frage die Kommunikation zu dir nicht abbrechen oder gar wie auf manchen seltsamen Chavez positiv gestimmten Blogs gar deinen Kommentar zensieren.

    Jetzt kann natürlich hier jeder gerne schreiben was er will. NUR sollte eventuell vorher ein Blick auf den Header geworfen werden und danach der mit Absicht recht provokante Abschlusssatz gelesen werden. Dazwischen könnte eventuell darüber nachgedacht werden, ob die „Inszenierung als Teil der Linken“ zwingend dazu führt, dass dieser Teil auch wirklich Teil einer Linken IST, also die Inszenierung an sich integriert. Dem aufmerksamen Leser wird eventuell auffallen, dass mitnichten die Linke gemeint ist.

    In diesem Sinne auch die provokante Frage in Richtung M-Punkt: es gibt tatsächlich Dinge, die per se abzulehnen sind, was dazu führt, dass der Status Quo erstmal aufrecht erhalten wird – provokant kann behauptet werden der Status Quo wird verteidigt. Völlig egal ob dieser Status Quo an sich verteidigenswert ist.

    In der Befangenheit einiger unbedingt politisch korrekte und (pseudo)wissenschaftliche Diskussionen über 5-Zeiler zu betreiben wird leider anscheinend ein etwas aufmerksameres Lesen und Reflektieren eines satirischen Textes verhindert. Das wiederum finde ich in dem Sinne schön, als das wieder aufgezeigt wird, dass manche über Signalwörter in medialer Aufbereitung reagieren (also analog zu Chavez‘ Strategie als „Antifaschist“) und unterstellen und nicht hinterfragen und abstrahieren können. Dies wiederum bestätigt die polemische Behauptung generierter Medienopfer und illustriert auch die Gefahr, die von ihnen ausgehen kann.

    In diesem Sinne fühlt Euch frei zu schreiben was ihr wollt.

    Hier noch mal ein wundervoller Kommentar, der auch ne schöne Illustration der Problematik ist:

    „Chavez hat Recht mit dem Vorwurf Aznar = gleich Faschismus, eigentlich geht das alles auf das Konto der spiessigen Spanischen Monarchie … er ist zwar sehr ungehobelt… aber seine “Majestät” J.Carlos ist auch nicht besser. Angeblich ist er ja ein Superdemokrat, aber Andersdenkenden den Mund zu verbieten … das kennen wir doch …wo gabs das noch mal?

    Biedere Demokratien haben wir ja genug.. und Drückeberger sowieso.. warum nicht mal einen Chavez zur Abwechslung.“

    Genau, ein Faschistensympatisant zur Abwechslung, das ist das was die Linke weiterbringt.

  18. 18 Difficult is Easy 13. November 2007 um 18:52 Uhr

    „Boehse Onkelz – Bomberpilot

    Über den Wolken fühl ich mich zu Haus
    ich suche mir hier oben die schönsten Plätze aus
    ich weiß es ist gemein
    doch die Welt ist viel zu klein
    also laßt euch bombardiern, bombardiern
    Ich bin Bomberpilot ich bringe Euch den Tod
    ich bin Bomberpilot, Bomberpilot
    10 000 Meter hoch, schneller als der Schall
    schaue ich meinen Bomben nach und warte auf den Knall
    verwüsten und zerstören
    ist alles was ich kann
    und seh ich was, was mir gefällt
    fang ich zu bomben an“

    meine kommentare hier sind ja alle völlig nutzlos…:(

  19. 19 scheckkartenpunk 13. November 2007 um 18:56 Uhr

    Das stimmt nicht: Jose Chavez y Chavez war mir bisher unbekannt, nur unartig wie ich bin habe ich leider vergessen mich dafür zu bedanken. :(

  20. 20 MPunkt 13. November 2007 um 19:34 Uhr

    Klar ist das ein Gegenstandswechsel, den Du als Argument ausgibst, wenn Du von den Fehler der angeblichen Querfrontler auf ein Lob des Kapitalismus „schließt“. Aus den Fehler ergibt sich eben deren Kritik. Das hat damit, was Kapitalismus taugt, ob er also zu verteidigen ist, rein gar nix zu tun. Der Schluss, den Du da aufmachst, ist also ein geschummelter.

  21. 21 scheckkartenpunk 13. November 2007 um 22:58 Uhr

    haha – geschummelt :) , wenn du das so interpretieren willst von mir aus. ich ende eine polemik mit einer provokation. denn mehr als das ist es nicht. in dieser provokation kommt anscheinend ein gegenstandswechsel vor, du hast leider für mich immer noch nicht nachvollziehbar erklärt worin dieser besteht:

    in der angeblichen bejahung des kapitalismus, wenn es um angebliche kritik von querfontlern geht?

    diese interpretation deiner seits streite ich so ab, warum habe ich oben beschrieben kann das hier aber auch noch mal kurz anreissen. aus dieser aussage lässt sich mitnichten entnehmen, ob der kapitalismus von meiner seite aus gelobt wird. ich sehe mich hier mit einer denklogik konfrontiert, die mitnichten so abbildbar ist – „und bist so nicht bedingslos dagegen, so musst du ja bedingslos dafür sein“. ein petro-sozialismus, der komplett an kapitalistische logik gekoppelt ist und sich auch aus seiner integration finanziert, baut ideologisch eine illusion auf, die mitnichten irgendetwas anderes als kapitalismus sondern selbst nur kapitalismus ist. dieser kapitalismus in seiner kopplung mit der verteidigung und aneignung faschistischer ideologie (ceresole) und führerkult nennt sich petro-sozialismus. die von mir so bezeichneten „querfrontler“ fallen auf inszenierungen rein und feiern den repräsentanten dieses seltsamen konstrukts, es könnte auch gesagt werden, sie bejahen dessen agieren und ideologie. durch das zujubeln wird die eigenen subjektivität mit dem vermeintlich positiven aufgeladen. nichts anderes ist das image, dass sich zugelegt wird, indem von europa aus venezuelanische verhältnisse bejubelt werden und das in völliger klarheit darüber, was in diesem paket mitschwingt. nichts davon ist geheimwissen, nichts davon ist offensichtlich nicht nachvollziehbar. berauschte aufgeladene subjekte werden so selbst zu repräsentanten besagter ideologie und zustände (in ihrem selbstempfinden und image positiv – ich sehe das anders). gegen einen kapitalismus, der mit führerkult und faschistischer ideologie gekoppelt ist (nennt sich petro-sozialismus, repräsentiert durch jubelnde querfrontler) ist ein kapitalismus (nennt sich kapitalismus) ohne diese kopplung zu verteidigen. ich seh hier immer noch keinen gegenstandswechsel. hier wird auch immer noch nicht der kapitalismus gelobt sondern nur führerkult und faschistische ideologie abgelehnt, denn kapitalismus ist auf beiden seiten, um den geht es nicht.

    all das ist oben so in der summe der kommentare (nicht nur meiner) rauslesbar. ich wäre ja ganz froh, wenn du vor dem nächsten 4-Zeiler auch mal ein bisschen was lesen würdest.

  22. 22 MPunkt 14. November 2007 um 12:19 Uhr

    gegen einen kapitalismus, der mit führerkult und faschistischer ideologie gekoppelt ist (nennt sich petro-sozialismus, repräsentiert durch jubelnde querfrontler) ist ein kapitalismus (nennt sich kapitalismus) ohne diese kopplung zu verteidigen.

    Und genau das ist eben ein geschummelter Schluss und um das Argument dazu laberst Du wortreich herum, statt mal darauf einzugehen. Ich teile diese Einschätzung zu Chavez‘ zwar auch nicht, aber selbst mal unterstellt, sie würde stimmen. Dann weiß man eben Gründe, gegen diesen Petrosozialismus zu sein. Du behauptest, ebenfalls Gründe gegen den („Normal-“)Kapitalismus zu wissen, auch mal unterstellt, das würde stimmen. Dann folgt daraus eben nix weiter, als sowohl gegen Petrosozialismus, als auch gegen („Normal-“)Kapitalismus zu sein. Wo soll denn auch aus Argumenten gegen zwei Sachen die Verteidigung der einen gegen die andere folgen?

  23. 23 scheckkartenpunk 14. November 2007 um 12:27 Uhr

    „Dann folgt daraus eben nix weiter, als sowohl gegen Petrosozialismus, als auch gegen (”Normal-”)Kapitalismus zu sein. Wo soll denn auch aus Argumenten gegen zwei Sachen die Verteidigung der einen gegen die andere folgen?“

    ja tut mir leid – lesen ist schon wichtig. dazu kommt vielleicht auch tatsächlich die fähigkeit sich nicht unbedingt wortwörtlich an geschriebenes zu halten, sondern mal zu abstrahieren. nochmal sag ich nichts dazu, die antwort steht oben. du willst mich gerne auf was festnageln und anpissen – leider müsstest du dir da mehr mühe geben, denn der ganze quark, den du verzapfst wird beantwortet – auch warum besagter satz so ist, wie er ist.

    anstatt sich mal inhaltlich mit etwas auseinanderzusetzen hackt ihr mehr als einen tag auf einem satz herum – das ist sowas von lächerlich und zeigt auch nur das unvermögen von leuten, die sich einbilden irgendetwas kritisieren zu können, was sich, wie hier schön zu sehen, an oberflächlichkeiten aufhält.

  24. 24 Winona 14. November 2007 um 19:17 Uhr

    Du bist grad kein Stück auf MPunkt eingegangen, auch nicht oben. Was ist gg. seine schlüssige Argumentation denn nun deine kritik? Wo steht was oben bei dir als schlagende Antwort? ICh bin gespannt, ob du noch den Bogen kriegst.

  25. 25 scheckkartenpunk 14. November 2007 um 23:48 Uhr

    „Wo soll denn auch aus Argumenten gegen zwei Sachen die Verteidigung der einen gegen die andere folgen?“

    nirgends, denn

    „hier wird auch immer noch nicht der kapitalismus gelobt sondern nur führerkult und faschistische ideologie abgelehnt, denn kapitalismus ist auf beiden seiten, um den geht es nicht.“
    &
    „ich ende eine polemik mit einer provokation. denn mehr als das ist es nicht.“
    &
    „NUR sollte eventuell vorher ein Blick auf den Header geworfen werden und danach der mit Absicht recht provokante Abschlusssatz gelesen werden.“

    ich sehe keine notwendigkeit mpunkt zu kritisieren. warum auch? nur wenn ein falscher anspruch die rezeption verhindert und nachher aufgrund eigener motivation auf einem falschen ausgangspunkt verharrt wird, um von dort ignorant eine ernsthafte legitimierung einzufordern, wo keine ernsthafte legitimierung sein kann, dann seh ich auch keinen handlungszwang mehr.

    ihr könnt mir natürlich gerne erläutern, welcher erklärungszwang aus einem satirischen text heraus noch entsteht.

  26. 26 MPunkt 15. November 2007 um 13:05 Uhr

    1. Satire hat halt auch einen Inhalt und den habe ich kritisiert. Dass Du den ernst meinst, zeigt sich im übrigen auch daran, dass Du ihn verteidigst.

    2. Ich sage: mal unterstellt, Du wüsstest richtige Argumente sowohl gegen Chavez-Kapitalismus, als auch gegen hiesigen Kapitalismus, dann folgt eine Gegnerschaft gegen beide und NICHT die Verteidigung des einen gegen das andere. Schließlich weiß man ja gerade Argumente gegen beide und aus denen kommt nie und nimmer eine Verteidigung des einen gegen den anderen heraus. Dein Einwand: ich lobe den hiesigen Kapitalismus doch nicht, weil ich Gründe gegen ihn weiß. Mag sein. Verteidigen willst Du ihn dann aber trotzdem. Und der von Dir angeführte Grund für die Verteidigung des hiesigen Kapitalismus gegen einen Chavez-Kapitalismus ist nach wie vor geschummelt, weil aus einer Aussage zum Chavez-Kapitalismus (und seinen hiesigen Fans) höchstens eine Gegnerschaft gegen diese folgt. Und keine zur Verteidigung des hiesigen Kapitalismus, auch nicht gegen einen Chavez-Kapitalismus. Wie man sich zum hiesigen stellt, muss man schließlich schon aus diesem selbst bestimmen. Und wenn man weiß, dass der auch nix für einen taugt und sich der hiesige Kapitalismus mit dem Chavez-Kapitalismus zofft, da drückt man halt mal keiner der beiden Seiten die Daumen, so what?

    Da ist übrigens simpelste formale Logik und ich bin es langsam leid, Dir das ständig wiederholen zu müssen.

  27. 27 scheckkartenpunk 15. November 2007 um 13:18 Uhr

    ja ich bin es auch leid – ich hab kein problem mit deiner logik, sondern dein anspruch an diesen satz in diesem kontext ist falsch. weiter oben in den kommentaren und nicht von mir:

    „Aber die sprichwörtlichen getroffenen Hunde bellen ja von hier bis zu den Planetengirls. Immerhin.“

    da hat’s auch jemand kapiert.

    DAS war die absicht und die ist prima aufgegangen. lustigerweise gab es über 300 referrer und das nur wegen diesem satz. ein spiel mit medien über schlüsselwörter – so wie chavez über das schlüsselwort „faschist“ mit den medien spielt. das musst du nicht gut finden – aber der satz hat genauso funktioniert wie er sollte. anstatt überhaupt mal zu hinterfragen WARUM der satz dort steht. genauso wie hinterfragt werden sollte WARUM ein faschistenfreund wie chavez (der ja selbst ausgesagt hat, dass ceresole ein guter freund war) andere faschisten outet.

    ich KANN nicht auf deinen sich immer wieder wiederholenden einwand eingehen, da ich so auch gar nicht dahinterstehe. „verteidigt“ habe ich lediglich das, was grundsätzlich für mich so dahinterstehend ist. beispielsweise, dass für mich kein gegenstandswechsel stattfindet. zusätzlich habe ich dir versucht zu erklären, dass der satz so nicht ernst zu nehmen ist. andere haben das erkannt. das langweilt jetzt auch langsam.

    ich denke es gibt hier durchaus interessantere und bessere texte.

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