Archiv für November 2007

Google MashUp und Adrenalin

An einem Augustmorgen 1978 fuhren der französische Filmemacher Claude Lelouch und ein Freund, der professioneller Formel 1 Fahrer war, mit einem Ferrari 275 GTB durch Paris. An der Stoßstange hatten sie eine Kamera montiert. Keine Straße wurde dafür gesperrt.

Dazu ein nettes MashUp mit Google Maps. Besser als Kettcar fahren.

>>auf die Seite gehen und die Anweisungen befolgen

Ich will wieder nach Paris.

Egotronic Cover von Deichkind auf Fritz

mal Fremdcontent:

MORGEN wird die drogenverherrlichende Egotronic-Version auf Fritz rotieren. Zeiten (ca.):
06:05 09:05 11:05 14:05 16:05

wer also im sendebereich von radio fritz wohnt, sollte morgen zu einer der angegebenen zeiten mal einschalten. :D

p.s.:
ich sah gerade, dass man sie auf der seite von radio fritz schon jetzt hören kann:
hier lang!

via torsun – gutes ding

Peter Hein über Magdeburg – Geht So – Wegbeschreibungen

Diese Arschstadt entpuppt sich als genauso verschissenes Volldeppen-Scheißnazidrecksnest, wie ich es von dieser verdammten Scheißzone nie glauben wollte, aber in meinen wüstesten Angstvorstellungen immer imaginiert hatte.

via ugly dresden

Rave ist kein Hobby #5

So, diesmal geb ich meinem Alter nicht nach und folge dem Trend des Donnerstags als neuen Freitag.

Donnerstag – 10 Jahre Sage: Anstehen ist kein Hobby!

Eigentlich wollte ich nur gemütlich Bierchen trinken und bei netter Musik sitzraven, schließlich wurde ich doch verführt raus zu gehen. Ich war noch nie im Sage, also warum nicht. Dort angekommen erstmal zum falschen Eingang: Gästeliste sonst nichts. Naja gut, also um die Ecke zum nächsten: was für’ne Schlange. Anstehen ist auf gar keinen Fall unser Hobby und so war ich doch froh, dass sich diese umgehen ließ. Die Räumlichkeiten sind ganz nett, das Publikum extrem gemischt. Der Cliché-Style der Rocker- und Hardcorefraktion hat ja schon was, vor allem geile Tattoos – aber das mit dem Cliché verbundene Mackergehabe hat gar nichts. Hatte trotzdem meinen Spaß, muss ich aber sobald nicht mehr rein, zumindest wenn Gitarrenmusik läuft.

Der Samstag war ein Club- und Wohnungsmarathon bis in die Mittagszeit des nächsten Tages. Dementsprechend zerstört war ich am Samstag. Eigentlich wollte ich daheim bleiben, doch dann rief noch Berlinbesuch durch und ich raffte mich auf ins K9. Jenes war voll und die Stimmung ausgelassen. Der Besuch brachte noch unterhaltsame und nette Menschen mit und so gestaltete sich der Abend ausgesprochen angenehm. Der einzige Wehrmutstropfen ist das alte Kiezproblem: Die Friedrichshainer Linke hat den absolut miesesten Musikgeschmack jenseits von Büroangestellten mit BWL Hintergrund. Immer wieder aufs neue – nie besser. Inzwischen hab ich vor dem MNML-Mittwoch im Fischladen schon Achtung – das ist im Vergleich mit sonst schon ein gewaltiger Fortschritt zu Musik jenseits der 80er, Kommerzcharts und polnischer Polka.

Sonntags dann kickern in der Zielona, aber ich war wohl eher für die Ersatzbank zu gebrauchen. Ein arbeitsreiches Wochenende ging zu Ende und so freue ich mich auf den nächsten Job. :)

Freiheit beim tanzen!!!

Für alle, die so einen identitären Mist brauchen, wie die richtigen Tanzschritte zur richtigen Musik, Vlad zeigt was geht:

D‘n'B:

Hip Hop:

Indie:

aber lustig anzusehen

Ich meine: wird nicht gebraucht. Open your mind and your ass will follow – wahlweise andersrum, wenn’s nicht klappt.

Musik für umme 5

Saint Pauli haben ihren Cassius Remix als hq MP3 zum Download bereit gestellt:

Cassius – Rock No 1 – Saint Pauli RMX

Ich mag den, vor allem den Mittelpart.

Henryk M Broder auf SPON

Barth ist quasi ein Kollateralschaden der Demokratie.

Witz mit Barth

The production of raves and the dialectics of synthetic drugs

Auf unkultur gibt es einen lesenswerten Artikel über Rave und die darin ehemals implizierten Hoffnungen, sowie die damit verbundene Dialektik des Drogenkonsums. Ich hatte schon immer meine Zweifel, was die Überbewertung der Ravebewegung in England als befreiendes Moment betrifft und genau wie die erhoffte Subversion in Pop stellt sie sich bei genauer Betrachtung als Farce heraus, Rave ist meiner Meinung nach nicht gescheitert sondern war von vornherein nicht darauf ausgelegt. Operationale Schließung, Fetischisierung und falsches Bewußtsein waren Rave von Anfang an immanent. Rave ist Pop und erschließt auch keine weitergehenden Potentiale.

unkultur bietet eine Menge interessante Ansätze und wandert deshalb jetzt auch als Link in die Kategorie „lesenswert“.

für Leseinteressierte noch ein paar weiterführende Lektüretips:

Tom Holert, Mark Terkessidis – Mainstream der Minderheiten. Pop in der Kontrollgesellschaft
John Corbett – Free, Single, Disengaged – die Lust des Hörens und das Objekt der Popmusik – in: Die Beute, Nr.1
Marco Tannert – Produktion, Differenz, Modularität – in: Standard: Personalisierung, Wie Individualität zum Massenprodukt wird

der Scheckkartenpunk hat jetzt auch einen

und er ist wirklich schick

das ist nicht meine Revolution…

Durch eine Bannerwerbung in einem blogsport blog bin ich auf Antif.de gestoßen. Ahnungslos hab ich das Banner angeklickt, um dann sowas zu finden:

In diesen Tagen feiert die große sozialistische Oktoberrevolution [Wiki] in Russland ihr 90. Jubiläum. Die Erhebung unter der Führung von Lenin [Wiki] war Ausgangspunkt für zahlreiche Arbeiteraufstände und Revolten in der ganzen Welt. Auf die Revolution folgte 1922 die Gründung der Sowjetuion. Sie gab globale Orientierung für ein Leben in Würde, Gleichberechtigung und fern ab von Kolonisation, Unterdrückung und Kapitalismus.

Diese wunderbare globale Orientierung in Würde, Gleichberechtigung in Gulags, mit Massenexekutionen auf Inszenierung und gelebtem Antisemitismus – eine wahrhaft bessere Welt.

Eure Revolution ist nicht meine Revolution!

30.11. Kommando Sonne-nmilch – Festsaal Kreuzberg

Das ehemalige Sidekick-Projekt von Jens Rachut, welches inzwischen schon als Nachfolgeprojekt von Oma Hans bezeichnet werden könnte, vor allem nachdem die letzte LP astreiner Punkrock war, in Berlin. Da ich eine immer noch anhaltende Begeisterung für die Kette Angeschissen-Blumen Am Arsch Der Hölle-Dackelblut-Oma Hans habe, werde ich mal definitiv wieder in Kreuzberg ausgehen.

Ausserdem besitzt Rachut seit seinen Zeilen gegen Kettcar sowieso einen Sympathiebonus meinerseits.

30.11. Kommando Sonne-nmilchFestsaal Kreuzberg

Rave ist kein Hobby: Kontrollverlust – Der Soundtrack

Tracklist:

crash&burn (saint pauli rmx) – tiptronic
bass pop – stafford brothers
raar – noisia
raa raa kitten (ed kane & ninja cowboy rmx) – johnny mikes
rock no.1 (saint pauli rmx) – cassius
sweet like shuga (malente rmx) – jabwai
a cause des garcons (riot in belgium rmx) – yelle
nil by mouth reprise – bag raiders
cctv (bang gang & van she tech rmx) – lost valentinos
away (saint pauli rmx) – tiptronic
down down down (digitalism rmx) – the presets
pogo – digitalism
get the funk up (saint pauli rmx) – coconut wireless
i need riddim – saint pauli
rock‘n'roll – djadlerdjteam

Länge: 1:01:19
File: 192 Kb/s MP3 incl. Cover

>>> neuer download!!!

Passend zum letzten Wochenende: Kontrollverlust! Der Soundtrack. Viel Spaß, bis zum nächsten Rave.

Bratze etablieren neuen Ravertyp

Nachdem ja in der letzten Zeit eine Menge neuer Ravetypen auf der Bildfläche erschienen sind, vom Sitzraver über Spuckraver und Stillraver nimmt die Neuerfindung kein Ende. Diesmal beweisen Bratze ihre Innovationsfreudigkeit und propagieren kurzerhand den Eng-Raver. Eng war’s auch auf ihrem Konzert – und gebratzt hat’s ordentlich.

gefunden bei Bratze – Ende Gelände

Rave ist kein Hobby #4: Kontrollverlust

Nachdem ich ja das letzte Wochenende hart gearbeitet hatte, aber aufgrund dessen am Sonntag zu keinem Arbeitsbericht mehr in der Lage war, liefere ich heute mal lieber einen ab, da mir von verschiedenen Seiten schon vermeintliche Arbeitsverweigerung unterstellt wurde.

Der Donnerstag ist der alte Freitag – nicht bei so’nem alten Sack wie mir. Ich beschloss mein Arbeitspensum direkt auf’s Wochenende zu verschieben und war nur was trinken. Am Freitag dann erstmal zu ner alten sehr guten Freundin, die ich sträflicher Weise schon über ein Jahr nicht mehr getroffen habe. Gemeinsames Update und ich beschließe, dass die Fristen verkürzt werden müssen. Nachdem mit beiläufigen Getränken die Ausgehlaune auch exponentiell zunahm, brachen wir auf ins Eel Pie. War ich beim Egotronic Konzert das erste mal und ich mag kleine Clubs. Gute Voraussetzungen, aber ich schloss zur Sicherheit lieber noch ne Partyversicherung ab, bei Gelegenheit mal drüber nachdenken, ob da die bürgerliche Restmentalität durchschaut. Wir kommen zum Auftritt von Tyskerhar, heisst anscheinend Vokuhila auf Schwedisch, aber irgendwie hab ich eher die Assoziation zu „deutsches Haar“. Musik ist ganz nice, aber der Sound ist beschissen. Naja erst mal Bier holen. Sobald der DJ übernahm stimmt schlagartig die Soundqualität – entweder unfair vom Club oder der elektronische Akt hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Es bratzt ordentlich und unterhielt ich mich kurzweilig auf dem Dancefloor. Als ich gegen 5 wieder Richtung Fhain aufbrach bemerkte ich noch eine Restarbeitslust, so dass ich noch die Revalerstraße aufsucht, nur um überall genau zur Türschließung anzukommen, naja genug gearbeitet für heute.

Samstag – aufgrund diverser Umstände war das Arbeitsziel festgelegt: Kontrollverlust. Kompensation durch Arbeit ist ja ein gängiges Muster in dieser Gesellschaft. Die Messlatte liegt hoch, mal sehen. Im Zug der momentan so hippen Bahnstreiks wird ja aufs Auto umgestiegen und so hatte ich mir für den heutigen Abend einen schnuckligen kleinen blauen Mitsubishi reserviert. Erstmal zu guten Freundinnen vorarbeiten. Irgendwann steige ich in den Mitsubishi ein und wir fahren mit dem Taxi zum Rosis. Edecay ist ja musiktechnisch überhaupt nicht mein Fall, ich würde keinen einzigen Tune aus seinen Sets kaufen. Allerdings schafft er es immer wieder mich so mitzunehmen, dass ich immer richtig Spaß habe. Guter DJ würde ich mal behaupten. So auch dieses mal: rein in den Club und loswackeln. „Wir sind die coolsten wenn wir cruisen…“ – ob wir cool sind weiß ich nicht, aber der Motor schnurrt wie ein Kätzchen und zieht gut von unten durch. Ich cruise also und treffe jede Menge bekannter Gesichter, beste Voraussetzungen zum arbeiten. Rave ist kein Hobby, also ist eine angenehme Arbeitsumgebung schon die halbe Miete. Meine Barfrequenz war im höheren Bereich und irgendwann fand ich mich dann im Gespräch mit einer mir bisher Unbekannten wieder. Ich war ausgesprochen positiv angetan, so dass ich über eine Korrektur meines Arbeitsziels nachdachte. Irgendwann gerät der Mitsubishi ins Schlingern – Don’t Drink And Drive! Ich beschließe für den Rest des Abends auf harte Spirituosen zu verzichten. Zu spät – hochmotiviert hatte ich meinem Arbeitsziel schon beflissen entgegengearbeitet – kurz danach setzte dann die Automatik ein und das Gehirn aus. Als wir dann gegen Acht den Club verließen, entschließt sich meine charmante Begleiterin ihren Weg alleine zu bestreiten. Eine gute Wahl und die einzig richtige. Ich hätte mich selbst auch auf gar keinen Fall mit heim genommen. Diese externe Qualitätsabnahme meiner Arbeit bestätigte dann noch, dass ich das Ziel des Abends hundertprozentig erreicht hatte und ich konnte zufrieden heimfahren. Der heutige Morgen allerdings war schrecklich: mir ging’s blendend, die anstrengende Arbeit hinterließ keine Spuren. Jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen und fühle mich schlecht, wenn ich meinem Mitbewohner über den Weg laufe, der aufgrund von Nachwirkungen freitäglicher Aktivitäten am Samstag eine Auszeit nehmen musste. Wenn das blöde Beatport nicht ständig die Downloads abbrechen würde, da wäre mir danach an den Plattenspielern das Wochenende nachzuvertonen.

Kontrollverlust ohne Reue – vielleicht sollte ich nächste Woche mal Urlaub machen.

musik für umme 4

Wir werfen ein paar Pillen ein und wir schaun uns eine Band an.

Grad entdeckt: Brockdorf Klanglabor – Grenzenlos War – als download auf ihrer MySpaceseite.

Wieder mal was, bei dem sich Vorfreude auf den Januar jetzt schon breit macht. Vor allem nachdem ich gestern Saalschutz einfach so verpennt hab und mir das jetzt einfällt, nachdem der Nebel sich lichtet.